Frequently asked questions: Biologische Medizin

Fragen, die Sie sich vielleicht stellen, wenn Sie sich mit der Biologischen Medizin beschäftigen und der Versuch, sie zu beantworten:

Ein „FAQ“ der Biologischen Medizin.

Und was hat es mit den Begriffen Komplementärmedizin, Ganzheitliche Medizin, Alternative Medizin und Natürliche Medizin auf sich? Bedeutet das alles das Gleiche? Oder gibt es Unterschiede?

Zunächst, diese Begriffe sind alle nicht geschützt und werden darum auch oft in missverständlichen Zusammenhang gebracht. Wir verwenden auf andrino den Begriff „Biologische Medizin“, weil er unserer Meinung nach alles beinhaltet, was wir damit ausdrücken wollen:

Biologie ist die Wissenschaft vom Lebewesen.

Das bedeutet, Biologische Medizin beschäftigt sich mit den Stoffwechselvorgängen und Regelkreisen im Organismus, die in jeder Sekunde unseres Daseins ablaufen, mit dem hochkomplexen Immunsystem und mit der bakteriellen Besiedelung (dem sog. Biom). Viele Menschen wissen nicht, dass die Anzahl der Bakterien die wir beherbergen, die Summe unserer Körperzellen weit übersteigt, v. a. im Darm. Dabei ist das für unsere Gesundheit von enormer Wichtigkeit! Summa summarum beschäftigt sich die Biologische Medizin also mit Vorgängen, die natürlicherweise in unserem Organismus ablaufen.

Alle Methoden der Biologischen Medizin zielen darauf ab, Störungen dieser Vorgänge, sogenannte Regulationsblockaden, wieder in ihren ursprünglichen Zustand und damit den Organismus in die Lage zu versetzen, sich selbst zu heilen. Letztendlich handelt es sich also um eine Stärkung oder gar Wiederherstellung der körpereigenen Regulationsfähigkeit. Solche Störungen können sein: Herde (z. B. Zahnherde), Beeinträchtigung des Mikrobioms, ungesunder Lebensstil, Stress u. v. m.

Nein, selbstverständlich ist die etablierte Medizin nicht unbiologisch. Die etablierte Medizin setzt aber in der Regel nur an den Symptomen an und versucht diese, meist durch Angriff an einer Zelle, auszuschalten. Durch eine rein symptomatische Behandlung wird keine Heilung erzielt.

Verdeutlicht wird dies an Beispielen wie dem massenhaften Einsetzen von sog. Cholesterinsenkern (Statine). In dem Glauben, dass Cholesterin ein Risikofaktor für Arteriosklerose darstellt und damit einen Herzinfarkt begünstigen könnte, wurden und werden diese Arzneimittel, oft mit zahlreichen Nebenwirkungen, millionenfach verschrieben. Diese Entscheidung wird durch Ärzte gefällt, meist ohne vorher diagnostisch zwischen LDL (dem “bösen Cholesterin”) und oxidiertem LDL zu unterscheiden. Die großflächige Statingabe hat trotzdem nicht zu einer deutlichen Senkung der Todesrate durch Herzinfarkt geführt. Die Biologische Medizin würde hier in erster Linie bei einer Änderung des Lebensstils ansetzen. Sie würde versuchen, nicht das Gesamtcholesterin zu senken, sondern das oxidierte LDL, das nach zahlreichen Studien der tatsächliche Auslöser von Arteriosklerose und Herzinfarkt ist.

Sehen wir uns ein weiteres Beispiel aus der Akutmedizin an. Durchfall ist eigentlich eine Methode des Körpers, um sich von Nahrungsmitteln zu befreien, die er (vielleicht einfach auch nur in diesem Augenblick) nicht verstoffwechseln kann oder als ungesund erkennt. Die üblichen Mittel gegen Durchfall, die lediglich die DarmperistaltikRhythmische Kontraktionswellen der glatten Darm-Muskulatur zur Durchmischung und Fortbewegung des Speisebreis ruhigstellen, sind aus Sicht der Biologischen Medizin kontraproduktiv. Dem Organismus wird seine Möglichkeit genommen, die Anfänge einer Erkrankung selber zu beheben. Einer Ausbreitung der Toxine im Darm wird dadurch stattgegeben. Das wiederum kann der Beginn einer ernsthaften Erkrankung sein.

Komplementärmedizin bedeutet ergänzende Medizin. Der Begriff wird oft bei Kombinationstherapien etablierte Medizin – Naturheilkunde eingesetzt. Was diese Komplementärmedizin dann genau macht, ist durch diesen Begriff nicht zwangsläufig definiert; er wird aber häufig ebenfalls für biologische Methoden verwendet.

Ganzheitliche Medizin ist ein Begriff, der gleichsam zur Biologischen Medizin vermittelt, dass das Augenmerk nicht auf das Ausschalten eines Symptoms, sondern auf die Beseitigung der Ursache der Störung gelegt wird. Über die Methoden sagt dieser Terminus zunächst einmal nichts aus.

Alternative Medizin, dem Wortsinn nach, meint, dass sie eine Alternative zur etablierten Medizin sein will; schließt also ausdrücklich diese aus, was so dann eigentlich auch keinen Sinn macht. Besser geeignet und mehr angewendet wird mittlerweile der Begriff der Komplementärmedizin (s. o.), bei dem beide Verfahren, Schulmedizin sowie Biologische Medizin, sinnvoll angewendet, sich gegenseitig ergänzen.

Die Begriffe Naturmedizin oder natürliche Medizin bedeuten lediglich, dass alle Stoffe, mit denen therapiert wird, natürlichen Ursprungs sind. Keine Aussagen werden dadurch über dessen Wirksamkeit oder gar potenzielle Gefahren getroffen. Bedenken Sie, Giftstoffe können durchaus aus der Natur stammen. AlkaloideÜberwiegend in Pflanzen vorkommende, stickstoffhaltige Verbindungen. Sie sind basisch und verbinden sich mit Säuren zu Salzen. Meist starke Giftstoffe, die von Pflanzen z.B. als Fraßschutz gebildet werden z. B., die in vielen Pflanzen vorkommen und zum Teil als Nervengift agieren, wirken oft schon in kleinen Mengen toxisch. Meist wird der Begriff “natürlich” aber mit ähnlicher Absicht verwendet, wie der Begriff der „Biologischen Medizin“.

Mein Arzt hat mir davon nichts erzählt und er weiß doch sicher genau, was in meiner Situation gut für mich ist.

Leider ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr Arzt von diesen Methoden nichts oder nur ganz wenig weiß. Die allermeisten Methoden der Biologischen Medizin lernt er in seiner offiziellen Ausbildung, also in seinem Medizinstudium, niemals kennen.

Um zu verstehen, warum das so ist, müsste jetzt weiter ausgeholt werden. An dieser Stelle nur so viel: Die Inhalte der medizinischen Forschung und Lehre werden zum allergrößten Teil von der Pharmaindustrie bestimmt und bezahlt. Da es für diese kein nachhaltiges Geschäftsmodell sein kann, gesunde Ernährung bzw. allgemein einen gesunden Lebensstil und die meist günstigen (nicht patentfähigen) Methoden zu propagieren, erscheinen solche Methoden nicht auf dem „Stundenplan“ der Medizinstudenten. Viele der Ärzte, die sich heute mit biologischen Methoden beschäftigen, haben sich diese selbst in ihrer oft spärlichen Freizeit angeeignet. Einem solchen “Umdenken” geht oftmals die Erkenntnis voraus, dass der menschliche Organismus in vielen Fällen leider nicht so (eindimensional) funktioniert, wie es teilweise vermittelt wurde.

andrino wird in den nächsten Monaten für Sie eine Datenbank mit biologisch-arbeitenden Ärzten, Heilpraktikern, Zahnärzten etc. bereitstellen. Auf diese Therapeuten werden Sie einer Suchfunktion zugreifen können, um für Sie passende Therapeuten im Umkreis Ihres Wohnortes finden zu können.

Vielleicht könnten Sie uns als Betroffener helfen, diese Datenbank zu vervollständigen bzw. schneller zu erstellen, in dem Sie uns Therapeuten nennen, mit denen Sie positive Erfahrungen gemacht haben? Wir würden uns dann mit diesen Therapeuten in Verbindung setzen. Falls Sie über die Therapeuten-Datenbank und Neuigkeiten auf andrino auf dem Laufenden gehalten werden möchten, tragen Sie sich doch bitte in unseren Newsletter ein.

Der französische Arzt David Servan Schreiber bringt zu dieser Frage in seinem „Anti-Krebs-Buch“ dafür eine überzeugende Antwort. Er stellte bedeutenden traditionellen Ärzten in Nord-Indien folgende Frage:

„Würden Sie sich für die westliche effektive Medizin entscheiden oder aus Liebe zur Tradition für Ihre eigene althergebrachte Medizin?“

Sie betrachteten das als eine vollkommen unsinnige Frage und antworteten übereinstimmend:

„Wenn es sich um eine akute Erkrankung handelt, eine Lungenentzündung, einen Infarkt oder eine Blinddarmentzündung, muss man zu einem westlichen Arzt gehen, sie haben schnelle und wirksame Methoden zur Behandlung von Notsituationen und Unfällen. Aber wenn es eine chronische Erkrankung ist, sollte man zu einem biologischen Arzt gehen. Es dauert länger, aber sie behandeln den Nährboden, und langfristig ist es das Einzige das hilft.“*

*Servan-Schreiber, D. (2012). Das Anti-Krebs-Buch: Was uns schützt: Vorbeugen und nachsorgen mit natürlichen Mitteln. 13. Auflage München: Antje Kunstmann Verlag

Es gibt für diese ganzen biologischen Methoden doch keine Studien, somit sind sie ja nicht wissenschaftlich geprüft, bzw. evidence-based, oder?

Das ist so nicht ganz richtig. Es finden sich in den medizinisch-wissenschaftlichen Datenbanken durchaus sehr positive Studienergebnisse für die eine oder andere Methode. Darüber hinaus finden diese positiven Studien leider nur sehr selten Einzug in die offizielle Lehre.

Der multikausale Einsatz der Biologischen Medizin erschwert Studiendesign und fundierte Studienansätze. Chronische und komplexe Krankheitsbilder brauchen eine genaue und ganzheitliche Diagnose und meist mehrere verschiedene Therapie-Methoden, um erfolgreich zu sein. Selbst doppelblinde und Placebo-kontrollierte Studien sind in ihrem Studiendesign sehr eindimensional und berücksichtigen lediglich das Medikamenten-typische Wirk-Zeitgefüge. Die Therapiedauer kann v. a. bei schweren chronischen Erkrankungen langwierig sein. Pauschal kann man sagen, die Therapie benötigt in Monaten solange, wie die Erkrankung in Jahren entstanden ist. Wie viele Studien sind so gut finanziert, dass sie Langzeiteffekte in einem solchen Ausmaß abbilden könnten?

Die Fragestellung “Hilft Akupunktur bei Schlafstörungen besser als ein herkömmliches Schlaf- oder Beruhigungsmittel” z. B. müsste bei den Teilnehmern durch eine gezielte AnamneseVorgeschichte einer Krankheit abgefragt werden: Leidet der Teilnehmer unter übermäßigem Stress, hat er evtl. eine Mineralstoffverschiebung mit zu wenig Kalium und Magnesium aufzuweisen? Stehen die Essgewohnheiten oder andere Lebensgewohnheiten einem guten Schlaf im Weg? Ist die Zimmertemperatur im Schlafzimmer zu hoch oder die Luftfeuchtigkeit zu niedrig? Diese Fragen und viele mehr sind in der Biologischen Medizin sehr wichtig, während sie in der etablierten Medizin, wo der Organismus bei einer Schlafstörung mit einem sedierenden Arzneistoff überschwemmt wird, keine Rolle spielen. Dass man bei einem Beruhigungsmittel mehrere Stunden schlafen kann, genügt als positives Wirkmerkmal, auch wenn die Schlafqualität selbst oft massiv gestört ist und zudem die Ursache der Schlafstörung nicht behandelt wurde.

Eigentlich keine Frage, sondern ein Ausruf, trotzdem eine Antwort für Sie…

Die Pharmaindustrie ist, sofern sie sich an gesetzliche Rahmenbedingungen hält, sofern sie die Studien nach wissenschaftlichen Kriterien seriös erstellt und sofern sie nicht die Politik mit Lobbyismus, den sie sich Milliarden kosten lässt, als ihren verlängerten Arm betrachtet zunächst einmal nicht per se „böse“. Ihr Geschäftsmodell ist es nun mal, mit Arzneimitteln Geld zu verdienen. Möglichst viel Umsatz mit möglichst großen Gewinnspannen ist bei keiner Industrie böse, das ist normal.

Und es ist nun mal kein nachhaltiges Geschäftsmodell, mit Arzneimitteln oder mit medizinischen Methoden konsequent fundamental zu heilen. Das ist der Hauptgrund, warum sich die Gesundheit insgesamt in den westlichen Ländern, trotz der gestiegenen Anteile am Bruttosozialprodukt für unser Gesundheitswesen in den letzten Jahrzehnten nicht verbessert hat (Deutschland 11,5 % vom BIP – das bedeutet mittlerweile über 1 Milliarde Euro Gesundheitsausgaben pro Tag und ist damit sogar etwas mehr als der gesamte Haushalt in Deutschland für das Jahr 2019 (!) – in den USA betragen die Gesundheitsausgaben im Augenblick sogar 17 % vom BIP).

Chronische Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen und Krebs, Diabetes Typ 2 und Koronare Herzerkrankung sind, trotz Milliardeninvestitionen in die Forschung nach erfolgversprechenden Arzneimitteln, auf dem Vormarsch. Die Behandlung der Ursachen für diese Krankheiten bleibt oft außen vor. Wer sich hier weiter informieren möchte, dem seien z. B. Bücher von dem Arzt und Wissenschaftler Peter Goetzsche empfohlen („Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leiden“ oder „Tödliche Medizin und organisiertes Verbrechen“). Informatives Material findet der interessierte Leser auch auf der Webseite von MEZIS, einer Ärztevereinigung, die sich für Unbestechlichkeit im Gesundheitswesen einsetzt.

Das mag sein, ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Alle Produkte, die unter den Begriff „Biologische Medizin“ fallen, sind in der Regel nicht patentierbar, da es sich um natürliche Substanzen handelt. Umsatz und Gewinn sind damit nur schwer zu erzielen. Stellt man die Ausgaben für biologische Methoden den gesamten Kosten für schulmedizinische Therapie und Arzneimittel gegenüber, so wird man feststellen, dass sie nur einen Bruchteil der Milliardenumsätze ausmachen.

Da vertraue ich schon lieber auf die etablierte Medizin…

Das ist leider auch ein großes Missverständnis auf diesem Gebiet. Biologische Medizin wird oft mit Homöopathie gleichgesetzt. Schnell kann es damit oberflächlich und esoterisch abqualifiziert werden. Homöopathie ist aber nur ein ganz kleiner Teil der biologischen Methoden, und auch nur eine Rand-Methode. Homöopathie sollte immer mit anderen Methoden kombiniert werden, um bei komplexen Befindlichkeitsstörungen Erfolge zu erzielen. Auf andrino gehört Homöopathie nicht zu den Basismethoden, sondern wir beschreiben Homöopathie bei bestimmten Erkrankungen als Spezialmethode. Zusätzlich eingesetzt, kann sie unter bestimmten Umständen sehr hilfreich sein.

Was das Beten betrifft: Nun, auch dies ist gar nicht so esoterisch, wie es auf den ersten Blick aussieht. Ob man es nun Beten nennt, meditieren, kontemplieren oder Psychohygiene, es gibt zahlreiche Untersuchungen, die aufzeigen, dass Menschen, die ein festes Glaubensbild haben bzw. regelmäßig meditieren und damit ihren Geist immer wieder in eine positive Richtung „trimmen“, deutlich bessere Genesungsaussichten haben, als deprimierte oder pessimistische Menschen. Wenn Sie dies interessiert, widmen Sie doch der Basismethode “Psyche und Erholung“ Aufmerksamkeit. Sie werden erstaunt sein, was Sie mit einer ausgeglichenen Psyche für Ihre eigene Gesundheit alles bewirken können.

Da vertraue ich lieber weiterhin meiner hochdosierten Cortison- (Chemo-,Monoklonalen-,Antikörper-,etc.; bitte einsetzen, was Sie für richtig halten) Therapie.

Ja, dagegen lässt sich schlecht etwas einwenden. In der Tat, bis die Biologische Medizin Erfolge erzielt, kann es einige Monate oder Jahre dauern, obwohl sich erste Erfolge auch oft schnell einstellen. Dafür haben Sie die Gewissheit, nicht nur an Symptomen zu kurieren, sondern Ihren Organismus in eine völlig andere Richtung zu bewegen. In Richtung vollständiger Heilung oder – falls das nicht mehr möglich sein sollte – zumindest in Richtung eines stabilen Zustandes mit deutlich mehr Lebensqualität.

Dann kann es um das Gesundheitssystem doch nicht so schlecht bestellt sein, oder?

Das ist ein Argument, das man von Kritikern der Biologischen Medizin, bzw. von alleinigen Befürwortern der etablierten Medizin sehr häufig zu hören bekommt.

In der Tat stimmt auch das nur bedingt. Die Lebenserwartung steigt in den Industrienationen seit ca. 100 Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen an. In erster Linie wegen verbesserter Lebens- und Hygieneverhältnisse, wegen einer – auch daraus resultierenden – verminderten Kindersterblichkeit. Auch, weil die körperliche Arbeit für breite Bevölkerungsschichten mit jedem Jahrzehnt weniger gesundheitsschädlich, die Wochenarbeitsstunden weniger geworden sind und natürlich auch durch die Entwicklung der ersten Antibiotika in den 20er bis 40er Jahren.

Antibiotika haben dafür gesorgt, dass in unseren Breiten praktisch niemand mehr an Tuberkulose oder anderen bakteriellen Krankheiten sterben muss. Aber Achtung, auch hier drohen sich die Verhältnisse wieder in eine andere Richtung zu bewegen. Durch den übermäßigen Gebrauch von Antibiotika (auch in der Tiermast) steigen die Resistenzen rasant an. Der Begriff MRSA (Multi-resistenter Staphylokokkus-Aureus) ist nur einer von etlichen gefürchteten resistenten Keimen, für die es derzeit kein Gegenmittel gibt und das in den nächsten Jahren, so steht es zu befürchten, noch mehr Todesopfer fordern wird.

Die Lebenserwartung, eigentlich eine Kennzahl für reiche und entwickelte Länder, sinkt z. B. in den USA und Frankreich bereits seit mehreren Jahre in Folge. Die große Gefahr sind heute nicht die Infektionskrankheiten (trotz der geschilderten Resistenzen), sondern die epidemieartige Zunahme von chronischen Krankheiten wie Krebs, Autoimmunerkrankungen, Diabetes Typ 2, Rheumatoide Arthritis und viele andere NCDs (Non-communicable diseases, also nicht-übertragbare Erkrankungen), für die die etablierte Medizin leider bisher keine ausreichenden Strategien entwickelt hat.

In einigen Fällen sicher. Meistens leider nicht, obwohl hier definitiv viel Geld für das gesamte Gesundheitssystem einzusparen wäre.

Anfragen bei Ihrer Kasse lohnt sich im Einzelfall jedoch immer.

Je mehr Patienten den Druck auf ihre GKV mit der Bitte um Kostenübernahme für Methoden und Arzneimittel für biologische Arzneimittel erhöhen, desto eher ändert sich vielleicht das System. Durch Änderungen des Lebensstils kann man aber sehr viel erreichen, ohne zusätzliche Kosten. Selber kochen ist sogar meist billiger als Fastfood verzehren. Für Stressabbau gibt es preisgünstige CDs oder kostenlose Apps und auch Bewegung in der freien Natur ist umsonst. Damit könnte man ja einfach mal beginnen!

Da kann ich doch mit biologischen Methoden sowieso nichts machen, oder?

Nach aktuellen Forschungsergebnissen (vor allem an eineiigen Zwillingen) können wir heute davon ausgehen, dass lediglich 1,5-2 % aller Krankheiten tatsächlich einen genetischen Hintergrund haben. Darüber hinaus hat die relativ junge Forschungsrichtung der EpigenetikWissenschaftlicher Teilbereich der Biologie, der sich damit beschäftigt, welche Faktoren die Aktivität eines Gens beeinflussen ohne dabei der DNA-Sequenz zu ändern gezeigt, dass bestimmte Genvarianten des Organismus durch Umfeld und Lebensweise beeinflussbar sind.

Was heißt das konkret? Auch wenn eine  genetische Prädisposition Synonym für genetische Disposition, genetische Veranlagung. Erblich bedingte Anlage bzw. Empfänglichkeit eines Organismus für bestimmte Erkrankungen für eine   wefür für eine bestimmte Erkrankung vorliegen sollte, gibt es die Möglichkeit, durch einen gesunden Lebensstil und ein gesundes Lebensumfeld die Risiken für den Ausbruch der  Erkrankung zu begrenzen.

Ich möchte aber nicht auf meine tägliche Zucker- (Sahnetorten-, Süßigkeiten- etc.) Ration verzichten, auf Milchprodukte ebenso wenig, und von regelmäßiger Bewegung und Stressabbau halte ich auch nichts…

Ja, die etablierte Medizin ist sicherlich einfacher umzusetzen, aber wie wir an verschiedenen Stellen bereits beschrieben haben, nicht unbedingt erfolgreicher bei chronischen Erkrankungen. Denn hier werden i. d. R. Symptome behandelt und nicht die Erkrankung selbst.

Die etablierte Medizin geht bei chronischen Erkrankungen – wie selbstverständlich – von einer „Unheilbarkeit“ aus. In der Biologischen Medizin wird versucht, der Krankheit den Nährboden zu entziehen, das Milieu zu ändern, Fehlendes zuzuführen und Schädliches auszuleiten. Dadurch soll der Organismus in die Lage versetzt werden, sich selbst zu heilen.

Das ist naturgemäß komplizierter und dauert länger. Und für diesen Prozess ist in der Regel auch die Mitwirkung des Betroffenen (Stichworte: Ernährung, Psyche/Schlaf, Bewegung u. v. m. – siehe hierzu die entsprechenden Basismethoden auf andrino) nötig.