Ich habe ein fieses Los gezogen. Es heißt ideopathische Epilepsie!

Jedes Mal aufs Neue bedrohlich wirkt so ein epileptischer Anfall, vor allem, wenn er tonisch klonischer Natur ist. Sie, als Betroffener, erinnern sich in der Regel an nichts. Typisch aber sind die Folgen des Anfalls, mit denen Patienten anschließend zu kämpfen haben: Zungenbiss, Müdigkeit, schlimmstenfalls körperliche Verletzungen. Unlustig ist auch die Ungewissheit, wann das Schicksal das nächste Mal zuschlägt. Die Anfallshäufigkeit kann von einmaligen, isolierten Anfällen bis hin zu Anfallsserien (Status epilepticus) reichen. Mal ehrlich? Haben Sie die Sache eigentlich jemals hinterfragt? Haben Sie wirklich das fiese Los Epilepsie gezogen, das Sie Ihr Leben lang nun mit sich herumtragen müssen?

 

 

Ich leide an einer idiopathischen Epilepsie und jetzt?

Epileptische Anfälle gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Die Ursachen sind vielfältig, oftmals aber undurchsichtig. Provoziert werden können epileptische Anfälle beispielsweise durch Schlafentzug, bestimmte Medikamente, Infektionen und Fieber, Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff (Hypoxie), Tumoren, Aneurysmen oder durch einen sehr niedrigen Blutzuckerspiegel, selten durch genetische Vorbelastung. Können die Ursachen ausfindig gemacht werden, ist das Wiederholungsrisiko minimal. Stressoren oder Trigger sind dann bekannt. Unprovozierte Anfälle hingegen (ca. 50 %) können durch die etablierte Medizin bislang nicht erklärt werden und schweben wie ein Damokles-Schwert über den Betroffenen.

Vielleicht kennen Sie diese Situation? Die moderne Medizin gibt dem Ganzen den Namen „idiopathische Epilepsie“. Was möchte Ihnen Ihr Arzt damit sagen? Eigentlich nur:

 

Ich kenne die Ursache Ihrer Epilepsie nicht, aber ich gebe Ihnen nun Medikamente, um weitere Anfälle zu verhindern

 

Der Übergang zur Diagnose „Epilepsie“ ist dann fließend. Den Stempel Epileptiker bekommen Sie relativ schnell. Die Prognose ist ungewiss. Als Epileptiker gelten Sie dann, wenn bei Ihnen zwei oder mehr unprovozierte Anfälle auftraten oder nach einem ersten Anfall mit einem Rezidiv gerechnet werden muss, da EEG und/oder MRT zeigen, dass eine epileptisch-relevante Funktions- oder Strukturstörung Ihres Gehirns besteht. Die Behandlung aus Sicht der etablierten Medizin ist klar. Dazu stehen eine ganze Palette von antiepileptischen Medikamenten zur Verfügung.

Antiepileptika wirken rein symptomatisch und vermindern die Erregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn. Doch wie immer gilt, keine pharmazeutische Wirkung ohne fiese Nebenwirkung. Eventuell kennen Sie ja bereits medikamenten-induzierte Symptome wie Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Gewichtsschwankungen, Osteoporose oder Haarausfall. Auch nach Einstellung und Eindosierung bleiben solche Begleiterscheinungen oftmals bestehen. Ca. 25 % der Patienten sprechen überhaupt nicht auf die Therapie an.

Mal ehrlich, kann das wirklich Alles sein? Haben Sie bei der dauerhaften Medikamenteneinnahme nicht auch ein ungutes Gefühl? Fragen Sie sich vielleicht, was in Ihrem Körper genau vor sich geht und was Ihr Gehirn so verrückt spielen lässt? Einfach klasse, dass Sie weiterdenken! Damit sind Sie auf dem richtigen Weg! Sie ahnen es vielleicht bereits:

Hinter einer idiopathischen Epilepsie steckt eine tiefere Ursache. Diese lässt sich nämlich mit nur einem Satz erfassen:

 

Ein grundlegender Energiemangel des Gehirns!

 

Warum spielen die Gehirnzellen plötzlich verrückt?

Eine normale Gehirnfunktion setzt geordnete, organisierte und koordinierte Entladungen durch Gehirnzellen (Neuronen) voraus. Mithilfe von elektrischen Impulsen kommunizieren Neuronen mit dem Rückenmark, den Nerven und Muskeln und auch untereinander. Fehlt zelluläre Energie, kann die elektrische Aktivität in den Nervenzellen nicht aufrechterhalten bzw. weitergegeben werden. Die folgenschwere elektrische Entladung ist das, was wir als epileptischen Anfall kennen. Typischerweise bedingt sie ein verändertes Bewusstsein, unwillkürliche Bewegungen oder heftige Kontraktionen der Muskulatur. Ein Krampfanfall entsteht entweder lokal, also nur in einem bestimmten Hirnareal (fokaler Krampfanfall) oder betrifft, wie in den meisten Fällen, das gesamte Gehirn (generalisierte tonisch klonische Anfälle). Erfahrene Epilepsie-Patienten erleben vor den Anfällen oftmals eine sogenannte Aura. Auren sind quasi kleine Vor-Entladungen. Sie kündigen sich an, durch motorische Aktivitäten oder sensorische, vegetative oder psychischen Empfindungen (z. B. Taubheit, kribbeln, ein aufsteigendes Gefühl aus der Magengegend, ungewöhnliche Gerüche, ein Gefühl der Angst oder ein Déjà-vu-Erlebnis).

Aus Sicht der biologischen Medizin besitzt der Energiemangel im Gehirn Allgemeingültigkeit, unabhängig von der Epilepsieform.

 

Wie ein Energiemangel im Gehirn epileptische Anfälle provoziert

Wie kommt es zu einem Energiemangel im Gehirn? Dazu müssen wir uns erst einmal fragen, wer die Energie überhaupt zur Verfügung stellt. Haben Sie schon einmal von den MitochondrienBestandteil innerhalb der Zelle mit eigener Zellmembran. Hautproduzent von Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) gehört? Das sind kleine Kraftwerke, die quasi in jeder Zelle unseres Körpers aus Glucose die universelle Energiewährung, das sog. ATP, herstellen. Das Gehirn benötigt für seine elektrische Aktivität jede Menge Energie und besitzt daher überdurchschnittlich viele Mitochondrien. Arbeiten Mitochondrien nicht effektiv, etablieren sich die Folgen natürlich zuerst in Geweben, die auf eine stetige und hohe Energieversorgung angewiesen sind. Das Phänomen wird gemeinhin als sekundäre (erworbene) Mitochondriopathie bezeichnet.

Die Energiegewinnung in Mitochondrien ist ein komplexer Prozess, der die Mithilfe vieler Proteine und Enzyme erfordert. Darüber hinaus werden Cofaktoren benötigt, die wir gemeinhin als Spurenelemente (Mikronährstoffe) kennen und mit der Nahrung zu uns nehmen. Beispiele hierfür sind Selen, B-Vitamine und Coenzym Q10.

Mitochondrien stellen ihre Arbeit dann ein, wenn wichtige Strukturen oder Enzymsysteme gehemmt oder zerstört werden. Aber warum sollte der Körper seine eigenen Mitochondrien zerstören? Sie können sich sicher denken, dass er das nicht freiwillig tut.

 

Mitochondrien werden zerstört durch:

  • Fehlende Mineralstoffaufnahme aufgrund falscher Ernährung oder einem verschobenen Darm-Milieu
  • Sauerstoffmangel im Gewebe, z. B. durch Verschlackung
  • Zu hohen oxidativen und nitrosativen Stress
  • Hohe Schwermetallbelastungen
  • Eine generelle Genickinstabilität, die erhöhten Stress im Körper mit sich bringt
  • Toxizität durch Umweltgifte und andere Xenobiotika wie Medikamente

 

Gerade Nahrungsquellen wie Zucker und Kohlenhydrate, welche ohne Umwege in den Mitochondrien eingeschleust werden, können von Betroffenen also nur noch unzureichend verstoffwechselt werden. Dieses Phänomen wird als Kohlenhydrat-Verwertungsstörung bezeichnet. Natürlich äußert sich der Energiemangel in allen Geweben. Die Symptome sind dort allerdings zunächst weit weniger gravierend.

Typische Begleiterscheinungen eines Energiemangels sind z. B. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Sie können bereits lange vor dem Beginn einer Epilepsie auftreten.

 

Die Nervenzellen eines Epileptikers befinden sich also von Haus aus auf einem niedrigen Energielevel.

 

Kommen neben dem Energiemangel noch zusätzliche Trigger dazu, welche die Aktivität der Mitochondrien noch weiter absinken lässt, kann ein Krampfanfall ausgelöst werden.

Mitochondriale Trigger, die einen epileptischen Anfall bedingen sind:

  • Schlafentzug
  • Alkoholgenuss
  • Hunger oder nächtliche Nahrungskarenz
  • Lebensmittel mit hohem Kohlenhydratanteil und schnellem Anstieg des Blutzuckerspiegels (hohe glykämische Last)
  • Glucose-Infusionen
  • hohe tierische Eiweißaufnahme
  • Impfungen
  • Wetterwechsel
  • Stress
  • Traumatisierungen im Genickgelenksbereich.

 

Sie sehen, ein hohes Risiko besitzen also Menschen mit sekundärer Mitochondriopathie.

 

Warum sind Antiepileptika mit Vorsicht zu genießen?

Antiepileptika sind zweifelsohne, v. a. bei Patienten mit großer Anfallshäufigkeit, für die Anfallsprophylaxe erforderlich. Allein schon aufgrund der Sicherheit des Erkrankten. Sie haben auf den Organismus allerdings gravierende Auswirkungen. Die unmittelbar spürbaren Nebenwirkungen sind da leider nur die halbe Miete. Schlimmer sind die resultierenden pathologischen Prozesse, die in Ihrem Körper in Gang gesetzt werden.

Antiepileptika stören den Stoffwechsel des Organismus wie folgt:

  • Sie senken den Vitamin D-Spiegel und erhöhen damit die Gefahr für Osteoporose, Krebs und weitere chronische Erkrankungen
  • Sie bedingen auf Dauer einen Folsäuremangel. Ein erhöhtes Risiko für Polyneuropathien, oder bei Schwangeren die Ausbildung einer Spina bifida ihrer ungeborenen Kinder.
  • Über den Folsäuremangel wird auch der Homocystein-Spiegel gesteigert, was wiederum die Schwelle für epileptische Anfälle senkt, sowie die geistige Leistungsfähigkeit verringert. Auch werden depressive Verstimmungen, mentale Retardierung und Demenz gefördert.

Diese „stillen“ Folgen werden Sie erst in ca. 10 Jahren bemerken. Nämlich als weitere chronische Erkrankung! Solange Sie also antiepileptische Medikamente einnehmen, sollten Sie unbedingt präventiv gegensteuern.

 

Wie kann man den Energiemangel im Gehirn messen?

Zurecht fragen Sie sich sicherlich, warum in der etablierten Medizin ein solcher Energiemangel nicht untersucht wird? Die diagnostischen Möglichkeiten der Schulmedizin konzentrieren sich auf die rein symptomatische Abklärung einer möglichen Epilepsie. Zu diesem Zwecke wird die Regelmäßigkeit der elektrischen Gehirnströme mittels EEG (Elektro-Enzephalogramm) überprüft oder das Gehirn bildhaft mittels MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) dargestellt. Ausgeschlossen werden somit Gehirn-Anomalien, wie Tumore oder Aneurysmen. Ein Energiemangel im Gehirn kann dadurch allerdings nicht verifiziert werden. Patienten mit Epilepsien zeigen in EEG-Verlaufskontrollen über die Jahre immer wieder langsame Theta- und/oder Delta-Wellen. Neurologen messen dem leider kaum Bedeutung zu. Sie seien unspezifisch. Dennoch zeigen sie folgendes an:

 

Dem Gehirn fehlt Energie!

 

Die Abklärung erfordert eine Messung spezieller mitochondrialer Marker, die leicht aus dem Urin oder Blut erhoben werden können. Die Messung wird von ganzheitlich orientierten Naturheilkundlern oder Heilpraktikern angeboten. Suchen Sie sich dazu einen Therapeuten, der u. a. die Basismethode „Mitochondriale Therapie“ anbietet.

Darüber hinaus sollte bei Ihnen eine vollständige Anamnese erhoben werden, v. a. in Bezug auf Ihre Ernährung. Überlegen Sie sich im Vorfeld auch, ob Sie in der Vergangenheit ein Halswirbelsäulen-Trauma (HWS-Trauma) erlitten haben, z. B. durch einen Sturz oder Unfall. Vergessen Sie nicht, dies bei Ihrem Therapeuten zu erwähnen. Mit Hilfe unseres Anamnesebogens können Sie sich bereits im Vorfeld ausführlich Gedanken machen.

 

Zusammenfassend sind folgende diagnostischen Parameter für Sie wichtig:

  • Messung einer Kohlenhydratverwertungsstörung durch Pyruvat-Laktat-Ratio, sowie Abklärung mitochondriale Marker
  • Vollblut-Mineralstoffanalyse, u. a. B-Vitamine, v. a. Vitamin B1 und Vitamin B12
  • Abklärung des sogenannten oxidativen und nitrosativen Stresses
  • Messung von Ammoniak als Indikator für eine hohe tierische Eiweißzufuhr
  • Eventuell Abklärung eines verschobenen Darm-Milieus bei Mineralstoffmängeln
  • Eventuell Messung der Schwermetallbelastung
  • Abklärung einer möglichen Übersäuerung des Gewebes
  • Messung des Vitamin D-Spiegels, v. a. bei Einnahme von Antiepileptika

 

Epilepsie fundamental heilen

Wenn Sie an einer ausgeprägten Epilepsie mit häufigen Anfällen leiden und bereits Antiepileptika einnehmen, empfiehlt sich zunächst eine begleitende biologisch medizinische Therapie. Nach Besserung einschlägiger diagnostischer Marker, kann dann über eine schrittweise Reduktion der Medikamente nachgedacht werden. Dies sollte allerdings immer unter ärztlicher Anleitung erfolgen.

 

Die fundamentale und ganzheitliche Therapie einer Epilepsie bzw. von epileptischen Anfällen beinhaltet:

  • Ausgleich von Mineralstoffmängeln und aufheben einer möglichen Kohlenhydratverwertungsstörung
  • Evtl. Gabe von Vitamin E, Taurin, Mangan, Selen, Vitamin B6, Zink und Magnesium nach vorheriger Messung
  • Abfangen des nitrosativen Stresses durch Vitamin B12
  • Ernährungsumstellung auf eine kohlenhydratarme Kost mit einem hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß
  • Ausgleich des oxidativen Stresses
  • Erhöhung des Vitamin D-Spiegels auf mindestens 60ng/µl
  • Möglicherweise Schwermetallausleitung
  • Möglicherweise Darm-Sanierung
  • Stabilisierung der Genickinstabilität durch spezielle Bewegungstherapien und vorsichtigem muskulärem Aufbau

Auf andrino finden Sie ausführliche Infromationen zu allen erwähnten Methoden

 

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