Bindegewebe, Grundgewebe, Matrix – viele Namen eine Bedeutung

Was verbinden Sie mit dem Begriff Bindegewebe? In der modernen Medizin wird das Bindegewebe oft als Füllgewebe bezeichnet, welches unsere Organe stabilisiert und schützt. Die Kosmetikindustrie liebt unser Bindegewebe. Erprobt sind z. B. Hyaluron-Cremes gegen Schlaffheit, Dehnungsstreifen und Cellulite. Ein knackiges Bindegewebe verspricht ewige Schönheit. Doch hinter dem reduzierten modernen Begriff steht viel mehr als nur ein Platzhalter. Erfahren Sie in folgendem Beitrag, warum.

Bindegewebe, Grundgewebe, Matrix – viele Namen eine Bedeutung

Bereits seit dem 18. Jahrhundert ist bekannt, dass das Bindegewebe mehr als nur Stütz- und Filtersubstanz ist, sondern wichtige Regulations- und Ernährungsaufgaben hat und ein Vermittler zwischen Gefäß- und Nervenfunktion ist. Der Name GrundgewebeSynonym für Bindegewebe, Grundsubstanz, Zellmatrix, Gewebematrix oder Pischinger Raum: Nach biologisch medizinischer Auffassung Drehscheibe der Information und des Stoffaustausches. „Raum“ außerhalb der Zellen als zentrale Transitstrecke zwischen Gefäßsystem und Zelle mit wichtigen regulativen Funktionen ist daher eigentlich richtig und treffender. In der Vergangenheit gab es viele bedeutende Wissenschaftler (Gustav Ricker, Samuel Hahnemann, Heinrich Schade, Alfred Pischinger), die auf die Bedeutung des Bindegewebes aufmerksam gemacht haben.

Das Grundgewebe als Drehscheibe der Information und des Stoffaustausches.

Es war der Wiener Arzt Alfred Pischinger, der die Zusammenhänge zwischen verändertem Grundgewebe und Erkrankung wissenschaftlich vorzeigbar machte. Das wichtigste Medium für die Informationsausbreitung zwischen den Zellen ist nach Pischinger die extrazelluläre Flüssigkeit im Bindegewebe. Diesen „Raum“, außerhalb der Zellen mit den Bindegewebszellen, bezeichnet man heute auch als „Pischinger Raum“. Andere Namen dafür sind auch: Grundsubstanz, Zellmatrix, Gewebematrix oder auch einfach nur die Matrix.

Was hat mein Bindegewebe mit einer chronischen Erkrankung zu tun?

Werde ich chronisch krank, wenn mein Bindegewebe krank ist? So ähnlich. Jede Zelle in unserem Körper muss mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Gleichermaßen müssen verbrauchte Stoffe (z. B. Kohlendioxid) vom Blut abtransportiert werden. Blutgefäße in ihren kleinsten Verästelungen enden nicht etwa direkt in einer Organzelle, sondern quasi „blind“ in der Grundsubstanz. Zwischen Zelle und Blutgefäß gibt es also eine Etappe, die im Grundgewebe verläuft. Sie wird Transitstrecke genannt. Der Stofftransport über dieses enorm wichtige Teilstück gehört zu einer der wichtigsten Funktionen des Grundgewebes. Ist der Transit nämlich gestört, wird die Zelle in ihrer Leistung und Funktion massiv beeinflusst.

Unter der Transitstrecke versteht man den Weg, den alle Stoffe von den Blutgefäßen hin zur Zelle zurücklegen müssen.

 

Nach der Vorstellung von Pischinger häufen sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte in diesem Bereich „Abfälle“ an, die eben nicht mehr wie vorgesehen abtransportiert werden, sondern auf dem Weg zur Zelle und von der Zelle einfach „liegen bleiben“ (Verschlackung).  Solche Störfaktoren können sein: zu viel Eiweiß, falsches Eiweiß, zu viel Essen insgesamt, Umweltgifte, schwer abbaubare chemische Moleküle, Abgase, elektromagnetische Felder, aber auch Stress. Der Körper verliert nach und nach seine Regulationsfähigkeit. Die Zellen können nur noch suboptimal arbeiten, chronische Erkrankungen entstehen.

Mehr über die Aufgaben und Funktionen des Grundgewebes erfahren Sie im Beitrag: „Das Grundgewebe: Drehscheibe der Kommunikation

Einführung in die Biologische Medizin

Katharina Eirich hat Diplom-Biologie studiert und ein medizinisches Aufbaustudium absolviert. Als Fachhumangenetikerin besitzt sie fundamentales biochemisches, medizinisches und genetisches Wissen und hat mehrjährige Expertise im Bereich der humanen genetischen Labor-Diagnostik. Katharina brennt dafür, die Mechanismen chronischer Erkrankungen für Laien simpel und nachvollziehbar aufzuarbeiten.




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