Säure-Basen-Haushalt

Die heutige Lebensweise ist geprägt von Stress, zu wenig Bewegung und einseitiger Ernährung. Diese ist oft auch noch zu säurelastig und zugleich arm an Basen. Die Folge: eine Übersäuerung unseres Körpers. Doch was können Sie tun, um Ihren Organismus wieder in ein Säure-Basen-Gleichgewicht zu bringen?

In seinem Artikel über den Säure-Basen-Haushalt gibt Dr. rer. nat. Oliver Ploss einen guten Überblick über die Biologische Methode der Entsäuerung“. Es werden Ursachen, Folgen und Messmethoden der weit verbreiteten Gewebeübersäuerung dargestellt. Dr. Ploss ist Apotheker und Heilpraktiker und blickt auf langjährige praktische Erfahrung in der Naturheilkunde zurück. andrino fasst in diesem Beitrag einleitend die wichtigsten Aspekte des Artikels für Sie zusammen.

Säure-Basen-Haushalt

Übersäuerung des Stoffwechsels als Ursache chronischer Erkrankungen

Tatsache ist, dass bei vielen Stoffwechselvorgängen Säuren natürlicherweise als Ergebnis anfallen und ausgeschieden werden müssen. Durch die Auswahl von falschen Lebensmitteln wird unser Organismus mit einer Flut von sauren Stoffwechselprodukten überschwemmt. Stress und Bewegungsarmut fördern zudem noch den Verlust von Basen. Die Ursache vieler Krankheiten ist die daraus resultierende chronisch unterschwellige Übersäuerung des Grundgewebes.

Enzyme benötigen einen bestimmten pH-Wert, um ihre Funktionen effizient ausüben zu können. Ist die Umgebung, das Milieu, zu sauer, werden die Enzyme gehemmt und es kommt zu Blockaden im Stoffwechsel. Die Bildung freier RadikaleHochreaktive Substanzen aus dem Zellstoffwechsel, welche Proteine, Enzyme und DNA durch Oxidation schädigen können wird dadurch verstärkt. Stille unbemerkte Entzündungen, sogenannte „silent inflammationsSynonym für chronisch stille Entzündungen. Versteckte Entzündungen im Organismus, zunächst ohne klinische Symptomatik. Beschäftigen und Beeinflussen das Immunsystem. Wichtige Trigger für chronische Erkrankungen“ entwickeln sich und legen den Grundstein für chronische Erkrankungen. Nähere Informationen zu den Ursachen der Übersäuerung selbst und deren Langzeitfolgen finden Sie in dem Beitrag „Chronisch übersäuert – was nun?„.

Wie erkenne ich, ob ich übersäuert bin?

Bei einer sauren Stoffwechsellage kommt es häufig zu Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Muskel- und Gelenkschmerzen. Herr Dr. Ploss zeigt in seinem Artikel auf, welche Symptome auf eine chronisch latente Übersäuerung hindeuten. Dazu zählen z. B. Verdauungsprobleme, Schädigungen des kolloidalen Bindegewebes (Bandscheibenvorfälle, Fibromyalgie) aber auch psychische Auffälligkeiten wie Schlafstörungen oder Depressionen. Darüber hinaus können häufige Infekte, Haut- und Pilzerkrankungen sowie Veränderungen von Haaren und Nägeln ein Indiz für eine Übersäuerung sein.

Jeder nimmt die Anzeichen einer eventuellen Übersäuerung anders wahr. Subjektive Symptome können z. B. starker Durst, Sodbrennen und saures Aufstoßen sein. Auch kommt es häufig vor, dass der Harn beim Wasserlassen brennt und, wie auch der Stuhl, einen sauren Geruch hat. Ihrer Umgebung könnte unter Umständen auffallen, dass Sie aufgrund von verändertem Schweiß säuerlich riechen.

Der Artikel von Herrn Dr. Ploss beantwortet auch die Frage, wer ein erhöhtes Risiko hat in eine saure Stoffwechsellage zu geraten, so z. B. Leistungssportler oder ältere Menschen. Des Weiteren geht er darauf ein, wie wichtig es ist bei chronischen Erkrankungen, aber auch bei jeder Form der Gewichtsreduktion, den Säure-Basen-Haushalt therapeutisch zu überwachen und zu begleiten.

Anmerkung der andrino-Redaktion: Der Autor geht diesbezüglich in seinem Artikel auf das Phänomen der diabetischen Ketoazidose ein. Diese pathologische und saure Stoffwechsellage ist nicht zu verwechseln mit dem Phänomen der sogenannten Ketose. Ein nahrungsinduzierter, ketogener Stoffwechsel wird bei kohlenhydrat-armen oder -freien Diäten und zwischenzeitlich auch bei drastischer Gewichtsreduktion erreicht und kann bei vielen chronischen Erkrankungen durchaus positive therapeutische Effekte haben.,,,

Was kann ich tun, um meinen Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen?

Zunächst müssen Sie die Bedeutung von sauren und basischen Nahrungsmitteln verstehen. Ein Beispiel: vor der Verdauung bzw. wegen der enthaltenen Fruchtsäuren ist ein Apfel im Magen sauer. Werden die Apfelbestandteile verstoffwechselt, ist das Ergebnis aber basenlastig. In welche Gruppen sich Lebensmittel einteilen lassen, welche Stoffwechselendprodukte bei deren Verdauung entstehen und Beispiele dazu liefert Herr Dr. Ploss in seinem Artikel. Eine ausgewogene basenreiche Ernährung ist der erste Schritt, um Säuren zu minimieren und den Basen-Haushalt wieder aufzufüllen.

Darüber hinaus ist es hilfreich, durch Basenbäder die Ausleitung von Säuren zu unterstützen. Die Haut ist unser größtes Ausscheidungsorgan. Durch den basischen pH-Wert des umgebenden Badewassers werden Säuren über die Haut ausgeleitet.

Wie kann ich den Zustand meines Säure-Basen-Gleichgewichts messen?

Den Status des Säure-Basen-Haushalts kann man über den pH-Wert bestimmen. Am aussagekräftigsten ist der pH-Wert des Blutes, aber auch Urin- und Stuhl-pH-Werte können analysiert werden.

andrino Tipp zum Säure-Basen-Haushalt

Machen Sie sich nochmals die Bedeutung Ihres Grundgewebes, des Aquariumwassers bewusst. Ist Ihnen der Begriff noch neu, erfahren Sie alles darüber in unserem Beitrag „Grundgedanken der Biologischen Medizin: Der Fisch im Aquarium.“.

Die chronisch latente Übersäuerung des Grundgewebes ist Ursache vieler chronischer Krankheiten!

Suchen Sie sich einen erfahrenen Therapeuten, der Ihnen dabei helfen kann, gezielt den Status quo Ihres Säure-Basen-Haushalts zu bestimmen und ihn wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Er sollte Ihnen außerdem wertvolle Ernährungs-Tipps geben können.

Auf andrino finden Sie im Bereich Expertenwissen zahlreiche weiterführende Beiträge dazu. Hier geht es zum ausführlichen Beitrag von Herrn Dr. Ploss zum Thema Säure-Basen-Haushalt: „Chronisch übersäuert – was nun?

Einführung in die Biologische Medizin

Isabell Lang hat Diplom-Biologie studiert und im biomedizinischen Bereich promoviert. Sie hat etliche Jahre in der klinischen Krebsforschung gearbeitet und in Fachzeitschriften zahlreiche Artikel veröffentlicht. Sie kennt die biochemischen Zusammenhänge im Detail und kann Studien kritisch und kompetent hinterfragen. Isabell liegt es am Herzen, ihr Wissen an chronisch kranke Menschen einfach und verständlich weiterzugeben.




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