Zahnherde

Krankheitsherde sind Störfeuer in unserem Körper, die auf Entzündungen zurückzuführen sind und die natürliche Regulationsabläufe aus dem Gleichgewicht bringen. Für diese Entzündungen gibt es verschiedene Auslöser. So finden sich auch in unserem Mund Quellen für derartige Störungen: Unsere Zähne. Doch wie kann das sein und was ist ein Zahnherd überhaupt?

Zahnherde

Was sind Zahnherde?

Viele Zahnärzte wissen nicht, dass es im Kieferbereich im Umfeld von gezogenen, aber auch nicht gezogenen, insbesondere wurzelbehandelten Zähnen Entzündungen geben kann, die auf dem Röntgenbild nicht zu erkennen sind und dem Patienten oft auch keine Beschwerden bereiten (eine interessante Abhandlung über die Risiken einer Wurzelbehandlung finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie). Strukturveränderungen im Kieferknochen sind im Röntgenbild erst erkennbar, wenn 40 % des Kieferknochens entkalkt sind. Diese Entzündungen werden in der Fachliteratur als NICO bezeichnet, was die Abkürzung für „neuralgia inducing cavitational osteonecrosis“ ist. NICO steht also für Entzündungsprozesse im Kieferknochen, die Knochenzellen abbauen und Hohlräume und/oder fettige degenerierte und funktionslose Masse produzieren.

Eine derartige chronische Knochenschädigung bildet sich besonders gerne um tote Zähne herum aus, weil sie von einer mehr oder weniger starken Entzündung umgeben sind.

Der Hintergrund hierfür ist, dass der Körper den toten Zahn als fremd erkennt. Das Immunsystem wird entsprechend aktiviert und beginnt zu versuchen den Prozess aufzulösen. Fremd deshalb, weil sich der tote Zahn vom lebenden durch den ständigen Abbau und die dabei freigesetzten giftigen Stoffe (MercaptaneMercaptane sind organisch-chemische Verbindungen, die toxisch auf das Zentralnervensystem wirken und einen starken widerwärtigen Geruch haben. Sie zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, Quecksilberionen zu binden, ThioetherThioether sind organisch-chemische Verbindungen, IndolEin Indol ist eine chemische Verbindung, die für den typischen Geruch von Fäkalien verantwortlich ist. Indol ist ein Teil der Aminosäure Tryptophan, SkatolEin Skatol ist eine chemische Verbindung, die vor allem in menschlichem und tierischem Kot vorkommt und für den typischen Geruch verantwortlich ist) unterscheidet. Wenn ein Zahn wurzeltod ist, bedeutet das, dass er durch Zahnfäule, mechanische Einwirkung oder durch Wurzelkanalbehandlung mit Säuberung und Füllung vom Stoffwechsel abgeschnitten ist.

„Dadurch sterben die organischen noch lebenden Zahnmarkteile aus den Wurzelkanalverzweigungen und aus den winzigen Zahnbeinkanälchen ab und werden durch Bakterien zersetzt“.

Das Problem geht aber noch weiter

Sollte der Zahn eine Amalgam- oder Goldfüllung haben, können zusätzlich Schwermetalle wie Quecksilber, Gold oder Palladium in den Kieferknochen gelangen. Die Gefahr ist besonders dann groß, wenn Amalgamfüllungen ohne modernste Vorsichtsmaßnahmen oder durch hochtouriges Bohren entfernt werden.

„Tatsächlich erstrecken sich in vielen Fällen die chronischen Entzündungen und Knochenerweichungen, die unter dem Begriff NICO zusammengefasst werden, bis in den Kieferknochen, der den toten oder auch gezogenen Zahn umgibt.“

Zahnherde entfalten ihre negative Wirkung vor allem über zwei Mechanismen

Erstens behindern sie den freien Informationsfluss zwischen den Zellen, indem sie ständig Störsignale aussenden. Die Zellkommunikation wird erschwert, verfälscht oder ganz verhindert. Gesunde Zellen sind aber auf einen hohen Informationsstand angewiesen und Bösartigkeit (Malignität) in einem Zellverband entsteht immer dann, wenn das „ständige Telefonieren“ der Zellen untereinander einschläft oder ganz aufhört.

Wenn ein NICO auf einer Energiebahn liegt die bevorzugt mit einem bestimmten Organ kommuniziert, kann der Informationsfluss bezüglich dieses Organs empfindlich gestört werden. Das kann zu einer dauerhaften Funktionsstörung des Organs bis hin zu Degeneration und sogar Krebs führen. Dr. Rau, Paracelsus-Klinik Teufen, fand heraus, dass bei 96 % seiner Brustkrebspatientinnen Störfelder im Zahnbereich und hier besonders an den Zähnen des Magenmeridians vorhanden waren. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass man den Störfeldern der einzelnen Zähne Erkrankungen verschiedener Organe zuordnen kann. Kein „normaler Arzt“ wird eine Erkrankung wie z. B. eine TrigeminusneuralgieDie Trigeminusneuralgie ist eine Form von chronischen Gesichtsschmerzen, die vom so genannten Drillingsnerv ausgehen in Zusammenhang mit einem Störfeld bringen. Und doch fand der amerikanische Pathologieprofessor Jerry E. Bouquot bei mehr als 200 untersuchten Gewebeproben von 135 verstorbenen Patienten mit Trigeminusneuralgie praktisch immer dieselbe Form von zugrunde gegangenem Knochengewebe im Kieferbereich.

Schon jetzt ist klar: Die Störfeldsanierung ist für den chronisch Erkrankten ein Muss!

Zum zweiten beschäftigen NICOs durch die von ihnen ausgehende Giftwirkung ständig das gesamte Immunsystem. Die Gifte, die durch Abbauprozesse entstehen, müssen von Immunzellen entsorgt werden, die sonst z. B. die wichtige Aufgabe hätten, Krebszellen zu vernichten. Unser Immunsystem ist der wichtigste und zuverlässigste Helfer, der die überall und ständig auch im gesunden Organismus auftretenden Krebszellen in Schach halten soll. Es ist daher sehr leicht nachvollziehbar, dass alles, was das Immunsystem unnötigerweise beschäftigt, nach Möglichkeit ausgeschaltet werden sollte.

Wir sollten unserem Immunsystem einen dauerhaften „Mehrfrontenkrieg“ ersparen, damit es sich auf seine Hauptaufgaben konzentrieren kann.

Dauerhaft ist dabei das entscheidende Kriterium. Ein Herd beschäftigt das Immunsystem ununterbrochen, über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Mit einem einfachen grippalen Infekt beispielsweise hat das Immunsystem bestenfalls temporäre Probleme.

Wie entstehen Zahnherde?

Zahnherde entwickeln sich über einen langen Zeitraum. Der Auslöser ist häufig eine unzureichende Zahnpflege. Über Ablagerungen (Plaques) entstehen Entzündungen, die auf die Besiedelung mit Keimen zurückzuführen sind, die eigentlich nicht in die natürliche Bakterienzusammensetzung im Mund passen. Sie zersetzen mehr und mehr gesundes Gewebe und dringen bis in die Kieferknochenregion vor. Die zugehörige Erkrankung bezeichnet man als Kieferknochenostitis. Sie ist mit der völligen Auflösung von Knochensubstanz verbunden und erzeugt eine fettige, entzündete und völlig funktionslose Masse. Auch Amalgamfüllungen führen fast immer zu Zahnherden.

Das Hauptproblem dabei: Die Kieferostitis ist am Anfang und meist auch im fortgeschrittenen Stadium völlig symptomlos. Das bedeutet, man spürt sie nicht, hat keine Schmerzen, es gibt kaum Geschwülste. Der Zusammenhang zwischen Krebs und vielen anderen chronischen Erkrankungen und Zahnherden ist häufig beobachtet und beschrieben worden – allerdings den meisten Ärzten unbekannt. Es ist klar, dass für einen chronisch Erkrankten das Aufspüren und anschließende Beseitigen von solchen Zahnherden von grundlegender Bedeutung ist.

Die andrino Empfehlung zur Sanierung von Zahn- und Kieferherden

Wenn Sie sich fragen, wie Sie vorgehen sollen, um einen Zahnherd auszuschließen oder zu erkennen und anschließend zu behandeln, sollten Sie Nachfolgendes beachten:

Suchen Sie sich einen biologisch arbeitenden Zahnarzt, der weiß, was ein NICO ist und der etwas von Herddiagnostik versteht. Fragen Sie ihn direkt danach! Und fragen Sie nach seiner Bestimmungsmethode. Klassischerweise macht man das mit dreidimensionalem Röntgen (DVT-RöntgenDVT heißt „digitale Volumentomographie“ und dabei wird mittels Röntgenstrahlen ein 3D-Bild gemacht. Zum Einsatz kommt diese Methode vor allem in Bereichen des Gesichts). Die Cavitat-Methode, das ist ein Ultraschallverfahren, ergänzt das DVT-Verfahren in idealer Weise. Es liefert sehr gute und genaue Ergebnisse. Vielleicht treffen Sie auf einen Therapeuten, der kinesiologisch testet. Das Verfahren mutet auf den ersten Blick etwas abenteuerlich an, funktioniert aber bei erfahrenen, guten Therapeuten zuverlässig und ist preiswert.

Es kann Ihnen passieren, dass mehrere Zähne (wurzelbehandelte, oder auch mit Amalgam gefüllte) beherdet sind. Die allermeisten Vertreter der Biologischen Medizin sind der Meinung, dass beherdete Zähne unbedingt gezogen und anschließend saniert werden muss. Eine grundlegende Sanierung der Zahnherde führt häufig zu unglaublichen und verblüffenden Erfolgen. Die Sanierung muss fachgerecht durchgeführt werden. Ein Ziehen der Zähne reicht nicht, es muss immer eine Nachoperation durchgeführt werden, bei der sämtliche NICOs, also alles entzündete, funktionslose, degenerierte Gewebe entfernt wird. Man kann das entfernte Gewebe auf Schwermetalle, insbesondere Quecksilber untersuchen lassen und daraus Rückschlüsse auf eine evtl. vorhandene Schwermetallbelastung ziehen.

Wurzel-“sanierte“ Zähne werden im Laufe der Zeit immer zu Zahnherden. Und Amalgam sollten Sie natürlich unbedingt entfernen lassen. Dabei ist es unerlässlich, dass Sie einen biologisch arbeitenden Zahnarzt aufsuchen, denn bei der Entfernung der Amalgam-Füllungen muss darauf geachtet werden, dass beim Bohrvorgang nicht Unmengen Quecksilber in den Organismus gelangen. Hinterher müssen Sie immer Quecksilber entgiften. Das geht am besten mit DMPSDimercaptopropansulfonsäure wird bei der Ausleitung von Schwermetallen als Chelatbildner verwendet oder DMSADimercaptobernsteinsäure ist eine organische Säure, die bei der Ausleitung von Schwermetallen zum Einsatz kommt. Zusätzlich stehen biologische Methoden zur Verfügung (z. B. Algen, Koriander, Bärlauch, etc. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Entgiftung). Ihr behandelnder Allgemeinarzt muss hier eingebunden werden, denn es gilt, die richtige individuelle Dosierung für Sie zu finden und danach die ebenfalls mit ausgeleiteten wichtigen Mineralstoffe, vor allem Zink, dem Körper wieder zuzuführen.

Optimal wäre die Kooperation mit einem biologischen Arzt, der nicht nur die Schwermetallausleitung, sondern auch eine begleitende Immunaufbau- und Vitalisierungstherapie rund um die Zahnherdbeseitigung durchführen kann. Dabei ist wichtig, dass man schon VOR der Kieferoperation den Spurenelement- und Mineralstoffhaushalt optimiert. Insbesondere die Einnahme von Zink und Selen sind dabei wichtig. Außerdem muss man versuchen, die oxidativen Belastungen zu reduzieren, u. a. mit den wichtigsten antioxidativenEigenschaft einer Substanz den Organismus vor oxidativem Stress schützen zu schützen Vitaminen, A, C, E, Glutathion-SH und der kompletten Gruppe der B-Vitamine.

Außerdem sollte man eine bestehende Übersäuerung des Körpers vor der Operation beseitigen oder zumindest reduzieren. Dass man vor, während und nach einer Zahnsanierung nicht rauchen sollte (eine gute Gelegenheit, damit endgültig aufzuhören, sollten Sie es bisher noch nicht in Erwägung gezogen haben…) versteht sich von selbst. Das möchten wir aber der Vollständigkeit halber, an dieser Stelle noch einmal erwähnt haben. Denn die überaus großen Mengen an RadikalenHochreaktive Substanzen aus dem Zellstoffwechsel, welche Proteine, Enzyme und DNA durch Oxidation schädigen können, die bei jeder Zigarette entstehen, sowie die schädlichen Substanzen im Zigarettenrauch, von denen mehr als 70 krebserregend sind bzw. im Verdacht stehen krebserregend zu sein, sind für den Heilungsprozess mehr als kontraproduktiv.

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