Morbus Hashimoto – Beschwerden ein Leben lang?

Sind Sie an Hashimoto-ThyreoiditisEntzündung der Schilddrüse erkrankt und leiden trotz der Einnahme von Schilddrüsenhormonen wie L-Thyroxin (T4) weiterhin unter typischen Beschwerden wie Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten, Haarausfall, Sodbrennen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen? Mit Recht dürfen Sie darüber wütend und enttäuscht sein. Zu groß war sicherlich die Hoffnung, die Erkrankung mit ein paar „Hormon-Wunderpillen“ wieder in den Griff zu kriegen.

Aber wissen Sie was? Damit sind Sie weiß Gott nicht allein.

Die tückische Autoimmunerkrankung fordert nicht nur in Deutschland jährlich Millionen neue, v. a. weibliche Opfer. Tendenz steigend und mit hoher Dunkelziffer. Woran liegt das und warum helfen die Schilddrüsenhormone nicht?

Folgender Beitrag gibt Ihnen einen ersten biologisch-medizinischen Rundumblick auf die Erkrankung Hashimoto. Erfahren Sie, warum die isolierte Behandlung mit synthetischen Schilddrüsenhormonen Ihnen Symptom-orientiert nur wenig hilft und welche Aspekte Sie primär angehen müssen, um einerseits ein beschwerdefreies Leben zu führen und andererseits Ihre Erkrankung ursächlich therapieren zu können.

Morbus Hashimoto – Beschwerden ein Leben lang?

Ist Hashimoto tatsächlich eine unheilbare Krankheit?

Wie Sie sicher wissen, ist Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, im Fachjargon AutoimmunthyreoiditisEntzündung der Schilddrüse (chronische Schilddrüsenentzündung) genannt. Das heißt, Ihr Immunsystem hat sich gegen körpereigene Strukturen gerichtet. In diesem Fall gegen die Schilddrüse. Und ja, viele biologische Mediziner können auf ganz erstaunliche Behandlungserfolge bei Hashimoto-Patienten zurückblicken. Erfahrungsbasiert mindestens bis zur Beschwerdefreiheit (RemissionVorübergehende oder dauernde Abschwächung der Symptome bei chronischen Erkrankungen, ohne dass eine Heilung erreicht wird. ) oder in manchen Fällen sogar bis zur vollständigen Regeneration der Schilddrüse. Wie kriegt die Biologische Medizin das hin? Nun, sie behandelt nicht nur die Symptome der Erkrankung, sondern setzt gezielt an den Ursachen an.

Eine fundamentale Hashimoto-Therapie erfordert drei entscheidende Schritte:

  1. Das Stoppen des Autoimmunprozesses;
  2. Eine Stärkung Ihrer Schilddrüsenzellen durch gezielte Unterstützung und Wiederaufnahme der mitochondrialenBestandteil innerhalb der Zelle mit eigener Zellmembran. Hautproduzent von Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) Energieproduktion;
  3. Die Unterbindung von oxidativem StressStoffwechsellage, die durch eine hohe Konzentration an reaktiven Sauerstoffverbindungen (Radikalen) gekennzeichnet ist durch freie Radikale.Hochreaktive Substanzen aus dem Zellstoffwechsel, welche Proteine, Enzyme und DNA durch Oxidation schädigen können

Wie können Sie das schaffen?

Die ursächliche Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis benötigt einen ganzheitlichen Blick. Lernen Sie Ihren Körper und Ihre Erkrankung kennen! Fahnden Sie nach den wahren Ursachen Ihres Hashimoto und kombinieren Sie unterschiedliche Methoden der Biologischen Medizin intelligent, um Entzündung, Radikalstresserhöhter oxidativer Stress durch freie Radikale und Nährstoffmängel loszuwerden. Klingt anstrengend? Seien Sie sicher, die Anstrengung lohnt sich für Sie am Ende doppelt, denn Sie arbeiten zeitgleich an der PräventionGesamtheit aller Maßnahmen, die eine gesundheitliche Schädigung gezielt verhindern (echte Prävention!), weniger wahrscheinlich machen oder deren Eintritt verzögern weiterer Autoimmunerkrankungen und chronischer Erkrankungen, für die Sie augenblicklich ein hohes Risiko tragen.. Halten Sie sich an dieser Stelle bitte gedanklich fest:

Aus biologisch medizinischer Sicht ist die Hashimoto-Erkrankung prinzipiell kein isoliertes Geschehen, das nur die Schilddrüse betrifft.

Warum haben Sie Symptome trotz Einnahme von Schilddrüsenhormonen?

Die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis ist für viele Betroffene anfangs eine Erleichterung. Kennen auch Sie dieses Gefühl? Groß ist meist nach langer Leidenszeit die Zuversicht, durch eine medikamentöse Therapie endlich symptomfrei zu werden. Nach monatelanger synthetischer Hormontherapie überwiegt allerdings bei vielen Patienten am Ende die Enttäuschung. Vielleicht suchen ja auch Sie deshalb nach einer Alternative?

Die gängige Therapie mit T4 (L-Thyroxin) bringt bei den meisten Patienten zwar eine kurzfristige Verbesserung, Symptome kommen aber nicht selten in Schüben zurück. Nach kurzen Phasen der Schilddrüsenüberfunktion (HyperthyreoiditisSchilddrüsenüberfunktion: Die Schilddrüse produziert zu viele Schilddrüsenhormone Gegenteil: Hyporthyreoiditis) überwiegen dann in der Regel diffuse Symptome der Schilddrüsenunterfunktion (HypothyreoiditisSchilddrüsenunterfunktion: Die Schilddrüse produziert zu wenige Schilddrüsenhormone Gegenteil: Hyperthyreoiditis).

Typische Symptome, die im Zusammenhang mit Hashimoto-Thyreoiditis stehen, sind:

Schilddrüsenüberfunktion Schilddrüsenunterfunktion
Gewichtsverlust Gewichtszunahme
Schwitzen Frieren
Zittern Antriebsarmut
Nervosität Konzentrationsschwäche
Durchfall Verstopfung
Herzklopfen Müdigkeit
Haarausfall Haarausfall
Zyklusstörungen (Frauen) Zyklusstörungen (Frauen)
Heiserkeit und Husten
Erhöhter Cholesterin- und/oder Triglyzerid-Spiegel
Kropfbildung
Schwellungen im Gesicht, an Armen und Beinen

 

Aber warum helfen die zugeführten Hormonpäparate ungenügend, welche doch die hormonellen Defizite Ihrer Schilddrüse ausgleichen sollen?

Zum einen:

Wussten Sie zum Beispiel, dass die Schilddrüse neben den bekannten Hormonen wie T3 (Trijodthyronin) und T4 (L-Thyroxin) weitere wichtige Hormone produziert? Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen haben die unbekannteren Schilddrüsenhormone T1, T2 und Calcitonin ebenfalls großen Einfluss auf das Stoffwechselgeschehen des Körpers. Deren Produktion ist durch die mit der Erkrankung einhergehende Zerstörung des Schilddrüsengewebes allerdings genauso beeinträchtigt. Das medikamentöse Wiederauffüllen müsste also alle relevanten Hormone betreffen und nicht nur ein Hormon, wie es gängige Monopräparate tun.

Zum anderen:

Mit der medikamentösen Hormontherapie betreiben Sie nur Schadensbegrenzung. Der Autoimmunprozess und folglich die Entzündung sind ja weiterhin im Gange, die Ursachen Ihrer Erkrankung sind nicht behoben. Durch eine weiterhin bestehende falsche Ernährung, Nährstoffmängel, eine löchrige Darmschleimhaut oder chronischen Stress lösen Sie solche Entzündungsfluten in der Schilddrüse ständig neu aus. Die Entzündungsschübe sind es aber, die Ihr Schilddrüsengewebe mehr und mehr zerstören und letztlich zum Zelltod (ApoptoseProgrammierter Zelltod, bei dem ein bestimmtes Selbstmordprogramm der Zelle aktiviert wird) führen.

Was ist die Folge? In den Schilddrüsenzellen gespeicherte Hormone und Proteine werden gerade während solcher Schübe in größerer Menge freigesetzt und bringen Ihr medikamentöses Feintuning wieder völlig durcheinander. Sie kämpfen gegen Windmühlen!

Auch mit der Gabe von allen notwendigen Schilddrüsenhormonen betreiben Sie nur Schadensbegrenzung. Die Autoimmunreaktion und die chronische Schilddrüsenentzündung bleiben in Ihrem Körper weiterhin in vollem Gange.

Für Sie noch einmal in der Zusammenfassung:

Ohne fundamentale Therapie lösen Sie Entzündungsschübe ständig durch unterschiedliche exogeneAußerhalb des Körpers entstehend, von außen kommend Faktoren aus. Dazu gehören:

  • bestimmte Nahrungsbestandteile (z. B. Gluten),
  • bakterielle, virale und parasitäre Komponenten,
  • chronischer Stress sowie
  • Mikronährstoffdefizite (v. a. Jod, Selen und Vitamin D).

Wie wird mein Immunsystem umprogrammiert?

Eigentlich ist unser Abwehrsystem genial und sehr effektiv. Frische Eindringlinge wie Viren oder Bakterien (sogenannte Antigene Moleküle, die an jeweils spezifische Antikörper binden können bzw. die vom Immunsystem als „fremd“ erkannt werden und gegen die Antikörper gebildet werden  bzw. Antigenstrukturen) werden normalerweise von unserem Körper sofort durch eine ganze Armee von Immunzellen aus dem Verkehr gezogen. Dazu bedarf es vorab einer ausführlichen Analyse der Fremdkörper. Die Fähigkeiten dazu erwerben bestimmte Immunzellen in harter Schule. Sie müssen lernen, körperfremde Proteine (Eiweiße) von körpereigenen Strukturen zu unterscheiden. Ein knallhartes Auswahlverfahren. Wer nicht spurt, fliegt raus! Und das aus gutem Grund. Schlägt das Immunsystem nämlich erst einmal Alarm, wird der Schalter umgelegt und eine automatisierte Abwehrkaskade ausgelöst. Das Immunsystem reagiert mit Entzündung, um die Fremdkörper, die Antigene zu eliminieren. Bildlich gesprochen: Der Kommandant gibt einen Schießbefehl, der Feind wird sogleich umgelegt. Bedarfsorientiert werden dazu individualisierte „Waffen“ gegen die Antigene gebaut, sogenannte AntikörperSyn. Immunoglobulin: Proteine, die von bestimmten Zellen des Immunsystems (Plasmazellen) bedarfsgerecht gebildet und freigesetzt werden. Antikörper haben die Fähigkeit exklusiv ganz bestimmte Strukturanteile eines Antikörpers zu binden (Antigen-Antikörper-Reaktion). Antigene werden auf diese Art und Weise aus dem Verkehr gezogen und unschädlich gemacht. Antikörper fangen den Eindringling schließlich ab und fesseln ihn über einen sogenannten Antigen-Antikörper-KomplexBestandteil der Immunreaktion, bei dem sich ein Komplex aus Antigen und Antikörper bildet. Dieser wird als Antigen-Antikörper-Komplex oder Immunkomplex bezeichnet. Anschließend wird das „gefesselte Antigen“ durch spezielle Fresszellen (Makrophagenspezialisierte weiße Blutkörperchen. Große und frei bewegliche Fresszellen des Immunsystems. Wandern frei im Bindegewebe. Phagozytieren (fressen) Tumorzellen, Mikroorganismen sowie überalterte oder abgestorbene körpereigene Zellen (z.B. Erythrocyten) und Gewebetrümmer (z.B. aus Entzündungsreaktionen). ) des Immunsystems entfernt.

Dieser Abwehrmechanismus läuft leider genau dann aus dem Ruder, wenn die rücksichtslose Truppe vom Kommandanten auch dann einen Schießbefehl erhält, wenn es sich um körpereigene Strukturen handelt.

Mehrere Mechanismen führen aus biologisch-medizinischer Sicht zu einer Fehlprogrammierung des Immunsystems, u. a.:

  • strukturelle Ähnlichkeiten (Molekulares MimikryMolekulare Mimikry bezeichnet das Verbergen bakterieller, viraler oder parasitärer Oberflächenmoleküle vor der Immunabwehr des Wirts. Das molekulare Mimikry dient dazu, die Immunabwehr des Wirtes zu unterlaufen) von Fremdproteinen (z. B. Bakterien, Viren, Gluten und Milcheiweiß) und körpereigenen Proteinen führen zu einem ungenauen Reifeprozess des Immunsystems. Dieser Mechanismus wird dann besonders brisant, wenn Sie an einem löchrigen Darm leiden (Leaky-gut-SyndromUmgangssprachlich „löchriger Darm“. Geschädigte Barriere der Darmschleimhaut);
  • Umweltgifte, wie Schwermetalle oder bestimmte virale und bakterielle ToxineOrganischer Giftstoff, der von Bakterien, Pflanzen oder Tieren abgeschieden wird oder beim Zerfall von Bakterien entsteht, können Antigene „umprogrammieren“ und für das Immunsystem tarnen, also unsichtbar machen;
  • Überlastung des Immunsystems durch ständige „Befeuerung“ (silent inflammationsSynonym für chronisch stille Entzündungen. Versteckte Entzündungen im Organismus, zunächst ohne klinische Symptomatik. Beschäftigen und Beeinflussen das Immunsystem. Wichtige Trigger für chronische Erkrankungen). Beispiele sind chronische Herde, schwer verdauliche Proteine wie Gluten in Kombination mit einem löchrigen Darm oder Infektionen;
  • Mineralstoffmängel: Normale und funktionierende Immunreaktionen sind abhängig von bestimmten CofaktorenSyn. Kofaktoren: Substanzen, die zum Ablauf einer (bio)chemischen Reaktion beitragen. Oftmals handelt es sich um Mikronährstoffe z.B. Kalium (K+), Natrium (Na+), Magnesium (Mg2+), Zink (Zn2+), Kupfer (Cu2+) oder Eisen (Fe2+) wie z. B. Vitamin D oder Zink. Eklatante Mängel solcher Nährstoffe fördern das Autoimmungeschehen ungemein;
  • Genetische DispositionSyn. genetische Disposition, genetische Veranlagung: Gnetisch, d.h. erblich bedingte Anlage bzw. Empfänglichkeit eines Organismus für bestimmte ErkrankungenSyn. genetische Disposition, genetische Veranlagung: Gnetisch, d.h. erblich bedingte Anlage bzw. Empfänglichkeit eines Organismus für bestimmte Erkrankungen: Das korrekte Auswahlverfahren ist bei Ihnen durch eine familiäre Erbgutveränderung von Haus aus nicht ganz so zuverlässig.

Wie die einzelnen Aspekte auf zellulärer Ebene biologisch exakt zu einer Beeinträchtigung Ihrer Immunzellen führt, erfahren Sie demnächst auf andrino in einem eigenen Beitrag. Melden Sie sich doch bei unserem Newsletter an, wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

Für Sie ist an dieser Stelle folgender Sachverhalt wichtig:

Weil es so viele Prinzipien gibt, welche die Funktionalität Ihres Immunsystems negativ beeinträchtigen, ist die Therapie von Autoimmunerkrankungen aus biologisch-medizinischer Sicht nicht ganz einfach über einen Kamm zu scheren. Die tatsächlich ursächlichen Aspekte müssen für eine erfolgreiche Therapie individuell ausgelotet und unterbunden werden. Dringend tatverdächtig aber sind unverdaute Nahrungsbestandteile wie Gluten in Verbindung mit dem Vorliegen einer unzureichenden Darmflora und einem löchrigen Darm (Leaky-gut-SyndromUmgangssprachlich „löchriger Darm“. Geschädigte Barriere der Darmschleimhaut). Eklatante Mikronährstoffmängel wie Jod, Selen, Eisen und Vitamin D kommen erschwerend hinzu.

Warum wendet sich mein Immunsystem ausgerechnet gegen die Schilddrüse?

Theorien dazu gibt es viele. Schauen wir uns einige erwähnenswerte einmal näher an:

Schwermetalle können sich z. B. besonders gut in der Schilddrüse anreichern und verstärken dort zum einen Entzündungsreaktionen, schwächen zum anderen die mitochondrialeStruktur in der Zelle, die Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) produziert Energieproduktion in den einzelnen Schilddrüsenzellen. Sie schädigen direkt wichtige antioxidativeEigenschaft einer Substanz den Organismus vor oxidativem Stress schützen zu schützen Enzymsysteme, welche in gesundem Zustand freie RadikaleHochreaktive Substanzen aus dem Zellstoffwechsel, welche Proteine, Enzyme und DNA durch Oxidation schädigen können abfangen (antioxidative Autoregulation), die bei der Hormonproduktion in der Schilddrüse zwangsläufig anfallen.

Die Schilddrüse reagiert äußerst empfindlich auf Nährstoffmängel wie Vitamin B, Vitamin C, Vitamin D , Zink, Jod, Eisen oder Selen. Fundierte wissenschaftliche Hinweise gibt es vor allem zum Jod-, Vitamin-D- und Selenmangel. Jod und Selen z. B. sind aber Voraussetzung für eine kontrollierte und ausreichende Produktion von Schilddrüsenhormonen. Fehlen sie, kommt es zu einem gefährlichen Radikalstress in den Schilddrüsenzellen, der sowohl Mitochondrien zerstört als auch an Ort und Stelle den Autoimmunprozess sowie die mangelnde Hormonproduktion vorantreibt.

Die Präsenz von hohem oxidativen StressOxidativer Stress bezeichnet im Allgemeinen eine Stoffwechsellage, die durch eine hohe Konzentration an reaktiven Sauerstoffverbindungen (Radikalen) gekennzeichnet i und eine verminderten Konzentration an AntioxidantienPl. Antioxidanzien: Verlangsamen oder verhindern als Radikalfänger die Oxidation anderer Substanzen in den Zellen der Schilddrüse konnten bereits stichhaltig gezeigt werden. Der oxidative Stress versteht sich allerdings auch als Folge der Entzündung der Schilddrüse.

Jod und Hashimoto ist ein viel diskutiertes Thema und verdient eine nähere Betrachtung. Mehr dazu finden Sie im weiterführenden Beitrag „Jod Supplementation bei Hashimoto – Top oder Flop?„. Auf Sie wirken Begriffe wie oxidativer Stress und antioxidative Schutzsysteme noch wie Fremdwörter? Einen guten Überblick dazu bekommen Sie in unserem Beitrag „Oxidativer und nitrosativer Stress.“

Eine weitere Hypothese propagiert, dass bestimmte Proteine der Schilddrüse dem Weizenprotein Gluten sehr ähnlich sind. Dieser Sachverhalt ist nicht ganz einfach zu verstehen und wird im folgenden daher sehr vereinfacht beschrieben. Auf andrino finden Sie in Kürze mehr Informationen zum Thema glutenfreie Ernährung bei Hashimoto.

Gluten nehmen wir in Form von Weizen täglich mit der Nahrung auf. Die meisten Hashimoto-Patienten aber, kämpfen mit einer defekten und löchrigen Darmschleimhaut (Leaky-gut-SyndromUmgangssprachlich „löchriger Darm“. Geschädigte Barriere der Darmschleimhaut). Ein löchriger Darm in Verbindung mit dem Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln hält unser Immunsystem unter der Darmschleimhaut ganz schön auf Trapp und zwar meist ohne, dass wir es merken. Bei Gluten handelt es sich nämlich um ein sehr schwer verdauliches Protein, das in den Augen unseres Darmimmunsystems ohnehin kein gern gesehener Gast ist. Das Immunsystem kämpft mit dessen Akzeptanz. Im gesunden Zustand wird es dem Immunsystem also nur sehr „dosiert“ präsentiert. Ist die Schleimhaut aber löchrig, wird unser Immunsystem unkontrolliert mit Gluten bombardiert. So verkennt es womöglich die Lage, reagiert über und gibt Schießbefehle gegen das Gluten. Aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit einiger Schilddrüsenzellen dann eben auch gegen die Schilddrüse. Diese Verwechslung wird im Fachjargon als Molekulares MimikryMolekulare Mimikry bezeichnet das Verbergen bakterieller, viraler oder parasitärer Oberflächenmoleküle vor der Immunabwehr des Wirts. Das molekulare Mimikry dient dazu, die Immunabwehr des Wirtes zu unterlaufen bezeichnet. Biologische Mediziner berichten immer wieder von der hohen Anzahl der Hashimoto-Patienten mit einem löchrigen Darm und Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Gluten.

Eine fundierte Darmsanierung mit zeitweilig glutenfreier Ernährung verhindert neue Entzündungsschübe und bringt wohl in vielen Fällen einen gewaltigen Therapiefortschritt.

Die Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis sind multifaktoriell

Zurecht dürfen Sie argumentieren: Warum habe ausgerechnet ich Hashimoto? Ich ernähre mich doch gar nicht so schlecht und ins Fitnessstudio gehe ich auch?

Diese Denkweise hinkt leider und ist für Ihr Beschwerdebild zu einseitig. Die Ursachen für die Erkrankung sind vielfältig und es gehört weit mehr dazu als eine ungesunde Ernährungsweise oder vermehrtes „Couch-Surfing“. Ersten Symptomen und der tatsächlichen Etablierung der Erkrankung gehen pathologische Prozesse voran, die schon über Jahre bestehen. Kurzum: Im Spiel sind vorrangig chronische Entzündungen, oxidativer Stress und ein energetisch ungünstiger Stoffwechsel der Schilddrüsenzellen. Alle Faktoren, welche diese Prozesse vorantreiben und somit Ihrem Hashimoto Nährboden geben, können Sie als Ursache definieren.

Zu den Faktoren, welche die Krankheitsentstehung der Hashimoto-Thyreoiditis besonders häufig begünstigen, zählen:

  • Mineralstoffmängel, v. a. Selen, Vitamin D, Jod, Eisen, Vitamin C, B-Vitamine,
  • eine durchlässige Darm-Schleimhaut (Leaky-gut-Syndromugsp: „löchriger Darm“: geschädigte Barriere der Darmschleimhaut) mit gleichzeitig glutenhaltiger Ernährung,
  • chronischer Stress mit zunehmender Erschöpfung Ihres Parasympathikus (dem Erholungsteil unseres vegetativen Nervensystems). Folgen sind Mängel an wichtigen Botenstoffen im Gehirn (Dopamin, Serotonin) und/oder eine Nebennierenerschöpfung mit einhergehendem Cortisolmangel.

Eine entsprechend ausgerichtete biologisch-medizinische Therapie, ausgerichtet auf die oben genannten Aspekte bringt nach der Erfahrung vieler Biologischer Mediziner meist schon einen durchschlagenden Erfolg. Eine zusätzliche Gabe von komplexen Hormonpräparaten oder eine bioidentische Hormon-Therapie rundet die Therapie ab und hilft gegen Symptome der Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion.

Dennoch müssen Sie weitere Ursachen in den erweiterten Kreis der verdächtigen Hashimoto-Ursachen aufnehmen. Denn Sie wissen ja, jeder Faktor, der Ihr Bindegewebe bzw. Grundgewebe (Ihr Aquariumwasser) verschmutzt, unterstützt am Ende den Verlust der körpereigenen Regulationsfähigkeit und lässt Ihre Zellen und Organe (den Fisch) erkranken. Schwerer Satz! Wenn dieser essentielle Gedankengang für Sie neu ist, können Sie in den Grundlagen-Beiträgen über die Biologische Medizin wichtiges Basiswissen nachlesen.

Und hier ist es, das erweiterte Ursachen-Repertoire für Morbus Hashimoto:

Haupt-Ursachen Beispiele
1 Chronische oder akute Infektionen Bakteriell oder viral: z. B. Borrelien, EBV-Virus, Grippeviren
2 Hormonelle Umbrüche Schwangerschaft, Wechseljahre
3 Chronischer Stress Körperlicher oder psychosozialer Natur
4 Schlechter Nachtschlaf Schlafentzug, veränderter Tag-/Nacht-Rhythmus, unzureichende Schlafqualität
5 Gestörte Darmintegrität Entzündungen, Dysbiosengestörtes Gleichgewicht zwischen den Bakterienarten im Darm und Leaky-gut-SyndromUmgangssprachlich „löchriger Darm“. Geschädigte Barriere der Darmschleimhaut
6 Andere Überreaktionen des Immunsystems Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien
7 Medikamente, v. a. bei Dauereinnahme Analgetika, Protonenpumpenhemmer, Abführmittel, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), Lithium, Interferon oder Amiodaron u. v. m
8 Umweltgifte Toxine, Chemikalien, XenobiotikaKörperfremde Substanzen, die chemisch oder durch biotechnologische Verfahren hergestellt werden. Beispiele sind pharmazeutische Medikamente, Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker
7 Schwermetalle Quecksilber durch Amalgam-Füllungen, Blei oder Impfungen
8 Mineralstoffmängel Vor allem Jod, Selen, Eisen, Vitamin B, Vitamin D, Magnesium
9 Falsche Ernährung Kohlenhydratreich, zuckerreich mit hoher Last an tierischem Fett und verarbeiteten Lebensmitteln, fehlende Omega-3-Fettsäuren
10 Hoher zellulärer oxidativer und nitrosativer StressOxidativer Stress bezeichnet im Allgemeinen eine Stoffwechsellage, die durch eine hohe Konzentration an reaktiven Sauerstoffverbindungen (Radikalen) gekennzeichnet ist. Nitrosativer Stress stellt eine verstärkte Form des oxidativen Stresses dar, bei der besonders aggressive Radikale entstehen Zu wenig Antioxidantien, unzureichende MitochondrienBestandteil innerhalb der Zelle mit eigener Zellmembran. Hautproduzent von Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP)funktion
11 Genetische Vorbelastung (familiär) Reduzierte oder schlechte Entgiftungsfähigkeit

 

Ein fieses Roulette-Spiel? Sie fragen sich, wie Sie da erfolgreich auf die richtige Zahl setzen können?

Keine Panik, das hört sich jetzt erst einmal mehr an als es tatsächlich ist. Gehen Sie die Sache strukturiert an. Der erste Schritt ist die Niederschrift einer ordentlichen AnamneseVorgeschichte einer Krankheit. Ordnen Sie Ihre Krankengeschichte. Sammeln Sie alle Vorbefunde, machen Sie sich Gedanken zu Ihrer Ernährung, zu Wohngiften, zu Ihrer Alltagssituation. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente? Nutzen Sie hierfür doch unseren Anamnesebogen. Füllen Sie ihn sorgfältig aus und nehmen Sie ihn mit zu Ihrem ersten Therapeuten und besprechen Sie ihn mit ihm. Ihre Angaben sind für ihn wichtig, damit er die für Sie richtigen Labor-analytischen Untersuchungen anordnen kann. Diese wiederum geben sehr zuverlässige Auskunft über die tatsächlichen Ursachen Ihres körperlichen Zustandes.

Bei den meisten Hashimoto-Patienten spielt der Darm eine ganz entscheidende Rolle

Warum ist der Darm bei der Hashimoto-Thyreoiditis so wichtig? Zuckerreiche Ernährung, verarbeitete Lebensmittel angereichert mit Farb- und Konservierungsstoffen, Fructose in Getränken, Langzeitmedikamente wie Psychopharmaka, Säureblocker, Abführmittel, Antibiotika und Schwermetalle. Sie alle haben negativen Einfluss auf unser Darmmilieu und unsere Darmflora. Mangelnde Anzahl und Diversität der bakteriellen Mikroorganismen (sogenannte Dysbiosegestörtes Gleichgewicht zwischen den Bakterienarten im Darm) im Darm und eine daraus resultierende Überwucherung mit Fäulniskeimen beschädigen auf Dauer Ihre Schleimhaut, und zwar in der Regel, ohne dass Sie es merken.

Die Folgen sind gravierend:

Mineralstoffmängel, Allergien, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Reizdarm und Verdauungsbeschwerden. Vielleicht leiden auch Sie an einem der genannten Symptome? Das Allerschlimmste ist aber die zunehmende Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (löchriger Darm = Leaky-gut-Syndromugsp: „löchriger Darm“: geschädigte Barriere der Darmschleimhaut), die sich zwangsläufig etabliert.

Was haben nun Ihre Darmflora und Ihre unter Umständen vorhandenen Stuhlunregelmäßigkeiten mit Ihrem Hashimoto zu tun?

Leider eine ganze Menge! Unter der Schleimhaut befindet sich ein großer Teil unseres Immunsystems, das Darm-assoziierte Immunsystem. Solange Ihre Darmflora und Darmschleimhaut intakt sind, gibt das Darm-Immunsystem Ruhe. Es wird ausreichend geschult, schwer verdauliche Nahrungsbestandteile werden ihm rationiert überbracht. Es verhält sich eben genau richtig. Schießbefehle werden nur dann gegeben, wenn es wirklich durch die Präsenz unerwünschter Keime nötig wird. Ist die Darmschleimhaut aber löchrig, wird das Immunsystem unkontrolliert mit unverdaulichen Fremdproteinen überflutet. Über die automatisierte Immunkaskade werden chronische, stille Entzündungen ausgelöst (silent inflammationsSyn. chronisch stille Entzündungen: Versteckte Entzündungen im Organismus, Zunächst ohne klinische Symptomatik. Beschäftigen und Beeinflussen das Immunsystem. Wichtige Trigger für chronische Erkrankungen). Das Darm-Immunsystem aber ist eng verbunden mit dem Rest unseres Immunsystems. Die chronischen Entzündungen heizen der Entzündungsreaktion an der Schilddrüse noch einmal so richtig ein.

Sie haben aber gar keine Verdauungsschwierigkeiten, ernähren sich gesund und hatten auch niemals eine Antibiotika Behandlung? Ein Leaky-gut-Syndrom können Sie aber dennoch aufweisen. Die Löcher in der Schleimhaut können nämlich auch „von innen“ über die sogenannte Bauch-Hirn-Achse entstehen und zwar durch eine chronische Ausschüttung von Stresshormonen!

Das sollten Sie an dieser Stelle unbedingt mitnehmen:

Eine Überprüfung des Zustandes Ihrer Darmflora und Ihrer Darm-Schleimhaut sowie deren Sanierung, ist eine wichtige Voraussetzung für alle weiteren Hashimoto-Therapien.

Sie finden das Darm-Thema spannend? Unter der Methode Mikrobiologische Therapie bzw. Darmsanierung finden Sie alle Informationen, die Sie benötigen.

Der andrino Wegweiser bei Hashimoto

Hashimoto ist eine chronische Erkrankung, die therapeutisch nicht ganz einfach zu fassen ist. Die Biologische Medizin kann allerdings auf herausragende therapeutische Erfolge zurückblicken. Bleiben Sie motiviert und denken Sie in einfachen Mustern! Alle Therapieansätze der Biologischen Medizin zielen primär darauf ab, sowohl proentzündliche Vorgänge als auch das Autoimmungeschehen zu stoppen, oxidativen Stress zu verringern und Nährstoffmängel auszugleichen.

Erreicht wird dies in erster Linie durch die Schließung der undichten Schleimhaut, durch ein verbessertes Stressmanagement und die Stärkung Ihres ParasympathikusTeil des Autonomen Nervensystems (Erholungsnev), durch die Mitbehandlung des pathologischenFachbegriff für krankhaft, pathogen. Lehre von den abnormalen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen Stoffwechsels Ihrer Schilddrüsenzellen mit Hilfe von AntioxidantienSingular Antioxidans. Verlangsamen oder verhindern als Radikalfänger die Oxidation anderer Substanzen und der Gabe relevanter Mikronährstoffen sowie durch zusätzlichen Methoden, die Ihr Grundgewebe entgiften und sanieren. Wenn Sie besser verstehen wollen, wie diese Methoden intelligent ineinander greifen, ist der Beitrag „Der geniale Behandlungsansatz der Biologischen Medizin“ für Sie sicher empfehlenswert.

Zusammengefasst: Ihr andrino Leitfaden

1. Holen Sie sich Verstärkung durch einen Coach: Morbus Hashimoto kann ganz schön frustrierend sein. Gerade anfangs, wenn Folgen der Schilddrüsenunterfunktion wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit Ihre Vorsätze lähmen. Auch werden Sie für die unterschiedlichen Therapien etwaig nicht nur einen Therapeuten benötigen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, sich Hilfe zu holen? Suchen Sie sich doch einen lieben Menschen aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis, der Sie auf Ihrem Weg begleitet. Jemanden, der mit Ihnen die Therapeuten-Besuche koordiniert und das große Ganze nicht aus dem Blickwinkel verliert. Setzen Sie Ihr Vorhaben in die Tat um, zusammen mit einem Coach können Sie es schaffen! Lesen Sie die wichtige Funktion eines Coaches gerne hier noch einmal nach: „Therapeutische Unterstützung gefällig? Wie ein Coach Ihnen helfen kann!“

2. Ordnen Sie Ihre Krankengeschichte: Machen Sie sich Gedanken über Ihre aktuelle Lebenssituation. Skizzieren Sie vorliegende Beschwerden und Vorerkrankungen und sammeln Sie sämtliche Vorbefunde. Welche Medikamente haben Sie oder nehmen Sie langfristig ein? Seien Sie so genau und ehrlich wie möglich. Nutzen Sie dazu doch gerne unseren andrino Anamnesebogen.

3. Suchen Sie sich Therapeuten: Wählen Sie zunächst einen Therapeuten mit besonderer Expertise auf dem Gebiet der Mikrobiologischen Therapie bzw. Darmsanierung sowie der Ernährung. Hat der Therapeut zufällig Ahnung von Autoimmunerkrankungen und Orthomolekularer Therapie? In einem zweiten Schritt können Sie nach möglichen Schwermetallen fahnden und etwaig begleitend eine professionelle Entgiftung vornehmen. Fahnden Sie nach Ihrem Stresslevel. Suchen Sie sich eine Anlaufstelle, wo Sie eine Langzeit-Messung Ihrer Herzratenvariabilität (HRV-Messung) durchführen lassen können. Fällt Sie ungünstig aus, wäre für Sie ein Therapeut ratsam, der Stress-bedingte Erkrankungen behandelt.

4. Wissen ist Macht: Beschäftigen Sie sich mit den analytischen Methoden, die aus Sicht der Biologischen Medizin bei Hashimoto sinnvoll sind. Nach einer umfassenden Analytik wird klar, welche Methoden für Sie Priorität haben.

Zur biologisch-medizinischen Laboranalytik bei Hashimoto gehören:

  • Aufspüren von Nährstoffmängeln mittels Mineralstoffvollblutanalyse, zudem unbedingt Jod, Vitamin D, Eisen und Selen sowie Fettsäureanalyse mit Omega-3/Omega-6 Index;
  • Messung der Energieversorgung durch Ihre Mitochondrien: mitochondriale Laborparameter, z. B. intrazelluläres ATP sowie Höhe des oxidativen und nitrosativen Stresses;
  • Labor-analytische Abklärung weiterer Autoimmungeschehen, insbesondere Diabetes Typ 1 (z.B. über Bestimmung des HbA1c-Wertes oder Glukosetoleranztest;
  • Messung einer möglichen Schwermetallbelastung, möglicherweise genetische Entgiftungsfähigkeit;
  • Messung Ihres Stresslevels, z. B. durch HRV-Messung, Bestimmung von Stressmarkern und Hormonprofil, Ausschluss einer Nebennierenschwäche durch Cortisol-Tagesprofil;
  • Enthüllung einer möglichen Übereiweißung z. B. mittels Dunkelfeldmikroskopie oder pH-Wert-Messung aus dem Urin;
  • Aufspüren von möglichen Herden, z. B. Zahnherde von Wurzelbehandlungen beispielsweise mittels Vega-Check oder Entzündungsmarkern (CRP ultrasensitiv);
  • Konstitution Ihrer Darmschleimhaut: Leiden Sie an einem Leaky-gut-SyndromUmgangssprachlich „löchriger Darm“. Geschädigte Barriere der Darmschleimhaut leiden? Analyse Ihrer Darmflora plus Leaky gut und intestinaleden Darm betreffend Entzündungsparameter sowie Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten;
  • Messung eines aussagekräftigeren Hormonstatus über fT3 (freies T3) und fT4 (freies T4) in Vorbereitung auf eine bioidentische Hormontherapie.

5. Wählen Sie die geeigneten biologisch-medizinischen Methoden:

Folgende biologisch-medizinische Methoden haben sich bei Hashimoto besonders bewährt:

  • Orthomolekulare Therapie: Füllen Sie gemessene Nährstoffdefizite auf, insbesondere Jod, Selen, B-Vitamine, Zink, Eisen und Vitamin D. Unterstützung durch AshwagandaSyn. Schlafbeere, Indischer Ginseng: Häufig eingesetztes Arzneimittel in der ayurvedischen Medizin
  • Mitochondrientherapie: SupplementierenSynonym für Nahrungsergängungsmittel. Supplementation bedeutet gezielte und ergänzende Versorgung mit einzelnen Nährstoffen. Entsprechende Produkte bezeichnet man als Supplements Sie therapeutisch empfohlene AntioxidantienSingular Antioxidans. Verlangsamen oder verhindern als Radikalfänger die Oxidation anderer Substanzen und achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren
  • Ernährung: Stellen Sie Ihre Ernährung auf eine antientzündliche Ernährung um und meiden Sie Gluten sowie Nahrungsmittel für die Sie eine Unverträglichkeit zeigen. Essen Sie wenig tierisches Eiweiß (v. a. Fleisch). Meiden Sie Zucker und verarbeitete Lebensmittel. Solange Sie ein Leaky-gut-Syndrom haben, essen Sie glutenfrei! Reichern Sie Ihre Nahrung  mit Omega-3-Fettsäuren (z. B. über Fischöl und Leinöl) an und achten Sie auf Schwermetall-belasteten Fisch.
  • Entgiftung: Lassen Sie etwaig eine professionelle Schwermetallausleitung machen. Entlasten Sie Ihren Körper durch Stärkung der Leber, Alkoholverzicht oder Fasten. Sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten!
  • Psyche und Erholung: Betreiben Sie ein gesundes Stressmanagement. Bauen Sie Entspannungsverfahren wie autogenes Training, Meditation, Yoga, Klangtherapien oder tiefe Bauchmassagen in Ihren Alltag ein. Fördern Sie einen erholsamen Schlaf (z. B. durch Meditation oder die Einnahme von Melatonin), verbessern Sie Ihre Sauerstoffaufnahme (z. B. durch Atem- und Zwerchfelltherapie)
  • Säure-Base-Haushalt: Unterstützen Sie Ihre Entgiftung doch mit einer Eiweiß-Entschlackung, z. B. durch Heilfasten oder mit Basenpräparaten. Meiden Sie sauer wirkende Nahrungsmittel wie tierisches Eiweiß, Getreideprodukte, süße Getränke und Alkohol
  • Herdsanierung: Trennen Sie sich von fiesen Herden. Lassen Sie z. B. Zahnherde professionell ausräumen. Sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten
  • Darmsanierung/Mikrobiologische Therapie: Sie haben einen löchrigen Darm? Sanieren Sie ihn mit PräbiotikaLebensmittelinhaltsstoffe, die unverdaut Magen- und Dünndarm passieren und selektiv Wachstum und Aktivität der Darmflora fördern. Beispiele sind Ballaststoffe, Inulin oder Lactulose und ProbiotikaLebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge verabreicht, einen gesundheitlichen Nutzen haben. Beispiele sind Milchsäurebakterien oder Bifidobakterien und Schleimhaut-Therapie
  • Weitere Methoden: Solange Ihre Schilddrüse unzureichend arbeitet, machen Sie sich Gedanken über den Umstieg auf ein bioidentisches Hormonpräparat, das die Schilddrüsenhormone in richtiger und physiologischer Zusammensetzung enthält. Einige Therapeuten haben sich auf bioidentische Hormontherapie spezialisiert. Lesen Sie sich in die modulierende Immuntherapie ein. Viele Therapeuten mit Schwerpunkt auf Autoimmunerkrankungen kennen sich mit diesem Thema aus und regulieren Ihr Immunsystem je nach dem sogenannten TH1/TH2-Status. Einen ersten Überblick in das Thema TH1/TH2-Status finden Sie im Beitrag „Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis – Das große Ganze

 

Folgende Literatur diente darüber hinaus als Grundlage für diesen Artikel und kann Ihnen weiterführende Informationen vermitteln:,,,,,,

Welche Methoden sind bei Hashimoto empfehlenswert?

Welche Tests sind bei Hashimoto sinnvoll und ratsam?

Expertenwissen zum Thema

Einführung in die Biologische Medizin

Katharina Eirich hat Diplom-Biologie studiert und ein medizinisches Aufbaustudium absolviert. Als Fachhumangenetikerin besitzt sie fundamentales biochemisches, medizinisches und genetisches Wissen und hat mehrjährige Expertise im Bereich der humanen genetischen Labor-Diagnostik. Katharina brennt dafür, die Mechanismen chronischer Erkrankungen für Laien simpel und nachvollziehbar aufzuarbeiten.




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besser länger leben

andrino möchte chronisch kranken Menschen auf ihrem Weg zu einer höheren Lebensqualität helfen. andrino ist Ausdruck der gemeinsamen Vision, chronischen Krankheiten wirkungsvoll zu begegnen - gemeinnützig, unabhängig und nicht Profit orientiert.

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