Hochdosiertes Vitamin C – das Powerpaket für Ihre Gesundheit

Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, trägt häufig den Titel “Supervitamin“. Es hat im Körper unglaublich viele verschiedene Aufgaben und vermag uns vor äußeren Einflüssen und Krankheiten zu schützen. Von der Stimulation des Immunsystems bis hin zur Stabilisierung des Bindegewebes. Vitamin C wirkt in nahezu all unseren Organsystemen und kann den Heilungsprozess vieler Krankheiten unterstützen. Und das auch noch nahezu nebenwirkungsfrei! Klingt spannend, finden Sie nicht auch? Erfahren Sie in folgendem Beitrag alles über das bewundernswerte Vitamin C. Welche Aufgaben es im Körper hat und wie es an so vielen Stellen zu unserer Gesundheit beiträgt.

Hochdosiertes Vitamin C – das Powerpaket für Ihre Gesundheit

Was ist Vitamin C?

Vitamin C scheint zunächst recht unspektakulär: ein weißes festes Pulver, das man in Wasser auflösen kann. Die Bandbreite der Dinge, die Vitamin C im Körper bewirken ist aber so gewaltig, dass man Vitamin C auch beinahe als “Alleskönner” bezeichnen könnte. Es schützt den Körper vor Krankheit und vorzeitigem Altern.

Chemisch gesehen gehört Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, zu den Kohlenhydraten und besteht aus den 3 Elementen Wasser-, Kohlen- und Sauerstoff (C6H8O6). Wir Menschen sind nicht in der Lage Vitamin C selbst herzustellen. Das heißt, dass wir Vitamin C mit der Nahrung aufnehmen müssen. Vitamin C ist also ein essentieller Nahrungsbestandteil für uns Menschen. Der Tagesbedarf liegt bei etwa 95 – 110 mg pro Tag.

Wussten Sie, dass uns diesbezüglich Meerschweinchen ziemlich ähnlich sind? Sie müssen Ascorbinsäure auch mit der Nahrung aufnehmen und zeigen typische Symptome, wenn sie einen Vitamin-C-Mangel haben. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit Hilfe von Meerschweinchen nach dem damals noch mystischen Stoff gesucht, der für die Ernährung von Mensch und Meerschweinchen so notwendig ist. Um 1930 wurde die Struktur des “C-Stoffs” aufgeschlüsselt und der Grundstein war gelegt Vitamin C künstlich herzustellen. Für die wissenschaftlichen Arbeiten zur künstlichen Herstellung von Vitamin C gab es Nobelpreise in Chemie und Medizin. In der heutigen Zeit werden aus Glukose (Traubenzucker) erstaunliche 60.000 Tonnen (!) Ascorbinsäure pro Jahr hergestellt.

In welchen Lebensmitteln ist viel Vitamin C enthalten?

Vitamin C ist vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Auch bestimmte Kräuter haben einen relativ hohen Vitamin C-Gehalt. In tierischen Produkten kommt Ascorbinsäure so gut wie nicht vor. Folgende Tabelle zeigt Ihnen jeweils die “Top Ten” der Vitamin C-haltigen Lebensmittel (Angaben in mg Vitamin C pro 100 g Lebensmittel):

Gemüse/Kräuter Obst
Sorte Vitamin C-Gehalt Sorte Vitamin C-Gehalt
Paprika 139,5 Acerola (Jamaika-Kirsche) > 2000
Brokkoli 115 Hagebutte 1250
Meerrettich 114 Sanddornbeere 450
Rosenkohl 112 Schwarze Johannisbeeren 189
Grünkohl 105 Kiwi 71
Blumenkohl 71 Erdbeeren 63,5
Kohlrabi 63 Zitronen/Orangen 53
Spinat 51,5 Apfelsinen 47
Rotkohl 50 Rote Johannisbeeren 36

Erwähnt sei auch die Frucht des Südamerikanischen Camu-Camu-Strauchs: sie enthält ebenfalls über 2000 mg Vitamin C pro 100g. Weil die Frucht bei uns aber nicht frisch erhältlich ist gibt es Camu-Camu nur in Form von Kapseln, Pulver oder Saft.

Wie und wo wirkt Vitamin C im Körper?

Vitamin C wird zu Recht das “Vitamin der Vitamine” genannt, denn sein Wirkungsspektrum in unserem Körper ist riesig. Vitamin C greift regulierend in verschiedenste Stoffwechselprozesse ein und das in allen Organsystemen. Angefangen beim zentralen Nervensystem, den Augen, der Haut bis hin zum Skelett, den Nieren und dem Verdauungssystem. Und das sind noch längst nicht alle Wirkorte von Vitamin C im Körper. Eine der wichtigsten Rollen spielt Vitamin C bei der Modulation des Immunsystems, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Sie fragen sich warum und wie Vitamin C zu alldem in der Lage ist? Nicht erschrecken, es wird kurz chemisch: Die Beschaffenheit der Ascorbinsäure erlaubt es, dass sie leicht oxidiert werden und dieser Vorgang aber auch jederzeit rückgängig gemacht werden kann. Was bedeutet das? Das in Vitamin C enthaltene Element Wasserstoff (H) oder genauer gesagt 2 davon können leicht an andere Moleküle abgegeben werden (-2H). Umgekehrt ist Vitamin C in der Lage aus diesem Zustand heraus wieder Wasserstoff-Atome aufzunehmen (+2H). Auf schlau sagt man: Vitamin C ist ein chemisches Redoxsystem.

Enzyme sind Stoffe in unserem Körper, die chemische Reaktionen beschleunigen und den gesamten Stoffwechsel steuern. Sie wirken als eine Art Katalysator. Ohne Enzyme wäre kein Leben möglich! Bei vielen Enzymreaktionen spielt die Aufnahme von Wasserstoff eine tragende Rolle und da kommt Vitamin C ins Spiel: es kann durch die Abgabe von Wasserstoff eben diese Enzymreaktionen unterstützen. Vitamin C kann als Wasserstoffdonator wirken.

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Aufgaben und Funktionen von Vitamin C im Körper

Die wohl bekannteste Aufgabe von Vitamin C ist seine Funktion als Antioxidans: Es ist in der Lage freie Radikale248 abzuwehren, die durch oxidativen Stress entstehen. Und das sowohl außerhalb der Zelle, als auch im Zellinnern, denn Vitamin C ist wasserlöslich. Freie Radikale zerstören zelluläre Strukturen und sind an der Entstehung zahlreicher chronischer Krankheiten beteiligt. Ascorbinsäure ist also ein natürliches “Rostschutzmittel”. Alles über oxidativen Stress erfahren Sie im Beitrag: “Was sind oxidativer und nitrosativer Stress?”

Darüber hinaus kann Vitamin C andere Vitamine, wie z. B. Vitamin E, davor schützen oxidiert zu werden oder, wenn es schon geschehen ist, den Prozess wieder rückgängig machen. Anders ausgedrückt ist Vitamin C in der Lage Vitamin E zu regenerieren. Auch der unausweichliche menschliche Alterungsprozess wird durch aggressive freie Radikale beschleunigt. Vitamin C kann diesem Geschehen aufgrund seiner starken antioxidativen Eigenschaften entgegenwirken.

Kollagen ist wichtiger Bestandteil unseres Bindegewebes und wird zum Aufbau von Knochen, Muskeln und Blutgefäßen gebraucht. Baustein für Kollagen wiederum ist das Hydroxyprolin, das aus der Umsetzung der Aminosäure Prolin entsteht. Für die chemische Reaktion wird Vitamin C benötigt. Fehlt Vitamin C ist folglich die Synthese von Kollagen gestört und ein Kollagenmangel kann zum Skorbut führen. Kollagen ist auch bei der Wundheilung ein entscheidender Faktor und ein Defizit an Vitamin C erschwert den Verschluss von Wunden enorm.

Ascorbinsäure stimuliert die Produktion von Nebennierenhormonen. Dazu gehören z. B. Stresshormone wie Adrenalin oder Cortisol. Adrenalin wird bei akuten plötzlichen Stresssituationen ausgeschüttet wohingegen Cortisol Stresssituationen über einen längeren Zeitraum reguliert. Bei chronischem oder lang anhaltendem Stress kann die Nebenniere die Menge an verbrauchten Hormonen nicht nachliefern und Symptome wie Erschöpfung, Müdigkeit oder sogar Burnout sind die Folge. Vitamin C kann dieser Gefahr als “Helfer” eines Enzyms entgegenwirken, das für die Bildung von Noradrenalin, der Vorstufe von Adrenalin, gebraucht wird.

Auch auf unsere Psyche hat Vitamin C einen positiven Effekt. Das Hormon Serotonin wird zu Recht im Volksmund als das “Glückshormon” bezeichnet. Es ist Informationsüberträger in unserem zentralen Nervensystem und beeinflusst unsere Gefühlslage. Ein Serotonin-Mangel steht in Zusammenhang mit depressiven Krankheitsbildern. Bei der Bildung von Serotonin wird die Aminosäure Tryptophan in 5-Hydroxytryptophan umgewandelt. An diesem Prozess ist die Ascorbinsäure beteiligt.

Unser Körper braucht ständig Energie. Diese Energie wird von mikroskopisch kleinen Kraftwerken in unseren Zellen hergestellt: den Mitochondrien179. Um Energie zu erzeugen wird natürlich auch Brennstoff gebraucht. Dazu verwendet unser Körper Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Um aus Fett Energie herstellen zu können müssen die Fette über ein Transportermolekül, das Carnitin, ins Mitochondrien-Innere gebracht werden. Die Herstellung von Carnitin ist von Vitamin C abhängig und Vitamin C spielt also auch eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel. Wenn Sie mehr über die Gewinnung von Energie in unserem Körper erfahren wollen interessiert Sie sicherlich der Beitrag “Mitochondrien und Energie oder: viele Wege führen nach Rom”.

Auch beim Abbau von Cholesterin leistet die Ascorbinsäure einen wichtigen Beitrag und kann den Cholesterinspiegel im Blut senken. Cholesterin ist im Blut an die Transportproteine HDL (high density lipoprotein) oder LDL (low density lipoproteins) gebunden. Das “gute” HDL bringt Cholesterin über die Leber zur Gallenblase. Dort wird das Cholesterin zur Gallensäure abgebaut und ausgeschieden. Vitamin C kann den Anteil der HDL-Fraktion der Blutfette erhöhen. Das “böse” LDL wird sehr gerne von freien Radikalen attackiert und zu oxLDL oxidiert. Das wiederum führt zu unterschwelligen Entzündungen an den Gefäßwänden. Es droht die Bildung von Plaques und das Risiko für arteriosklerotische Herz- und Gefäßerkrankungen steigt. An dieser Stelle soll aber betont werden, dass Cholesterin längst den Ruf des “bösen Buben” verloren hat. Es ist lebensnotwendig und hat viele wichtige Aufgaben im Körper!

Vitamin C wirkt auf die Blutbildung, weil es zum einen an der Reifung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten82) beteiligt ist und zum anderen die Aufnahme von Eisen im Darm fördert. Ascorbinsäure kann dabei helfen den Organismus zu entgiften und toxische Stoffe aus der Umwelt unschädlich zu machen. Auch wird durch Vitamin C der Abbau von Alkohol in der Leber unterstützt. Betrachtet man Schwermetalle, wie z. B. Blei, Cadmium oder Quecksilber, kann Ascorbinsäure dabei helfen deren Aufnahme ins Blut zu erschweren. Vitamin C hält die Schwermetalle in Lösung und verhindert, dass sie im Gewebe gespeichert werden können.

Eine weitere “Superkraft” von Vitamin C ist die Zerstörung von Nitriten und Nitraten im Magen-Darm-Trakt. Nitrosamine finden sich in Tabakrauch oder gegrilltem und gepökeltem Fleisch. Sie wirken kanzerogen und können Ursache für Tumorerkrankungen sein. Vitamin C kann also der Entstehung von Krebs vorbeugen.

Ascorbinsäure ist auch im Histaminstoffwechsel beteiligt. Histamin ist ein körpereigener Stoff, der im Körper Informationen weiter gibt. Es herrscht idealerweise ein Gleichgewicht im Körper zwischen Histaminaufnahme und Histaminabbau. Zu viel Histamin im Körper kann Probleme verursachen bis hin zu einer Histamin-Unverträglichkeit. Vitamin C greift regulierend in den Abbau und die Ausscheidung von Histamin ein. Bei einem Vitamin C-Mangel steigt der Histaminspiegel im Blut deutlich an.

Vitamin C und seine Wirkung auf das Immunsystem

Bei Erkältung und grippalen Infekten hört man immer wieder: “Trink eine heiße Zitrone! Tu was für Deine Abwehr!” Es ist etwas wahres dran: Vitamin C nimmt einen bedeutenden Einfluss auf unser Immunsystem und und kann unsere körpereigenen Abwehrkräfte stärken.

Die weißen Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt, haben einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt. Sie werden dadurch beweglich und können auch ihr immunologischen Aufgaben besser ausführen. Bei vielen Aktionen des Immunsystems wird nämlich Vitamin C verbraucht, z. B. wenn Immunzellen Krankheitserreger “auffressen” (Phagozytose) oder andere Helferzellen “anlocken” (Chemotaxis). Bei einer Erkältung oder einem Infekt kann es sein, dass die Vitamin-C-Konzentration in den weißen Blutkörperchen bis unter die Hälfte des Normalwertes absinkt! Auch die natürlichen Killerzellen, die beispielsweise Tumorzellen angreifen, werden durch Vitamin C stimuliert.

Antikörper spielen in der Abwehr von Krankheitserregern auch eine entscheidende Rolle. Das sind komplexe Stoffe, die von körpereigenen Immunzellen hergestellt werden, um Eindringlinge zu erkennen und als körperfremd zu markieren. Vitamin C unterstützt die Produktion von Antikörpern und wirkt auch somit stimulierend auf das Immunsystem.

Neben Antikörpern steigert Vitamin C auch die Bildung von Interferon. Interferone sind Proteine, die unser Körper selbst herstellen kann und die das Immunsystem regulieren können. Wird eine Zelle beispielsweise von einem Virus befallen produziert die befallene Zelle ein typisches Interferon, das wiederum andere gesunde Zellen “warnt”. Die gesunden Zellen nehmen das Interferon auf und beginnen schon vor Virusinfektion einen Abwehrmechanismus, der die Vermehrung des Virus verhindern kann. Interferone spielen auch in der Behandlung von Krebs eine entscheidende Rolle.

In die Steuerung der immunologischen Abwehr greifen auch so genannte Prostaglandine ein. Vitamin C steigert die Freisetzung dieser Prostaglandine, die darüber hinaus auch bei Entzündungsreaktionen wichtig sind. Die unspezifische “erste Abwehr” in unserem Körper, das Komplementsystem, kann in seiner Wirkung und Konzentration durch die Gabe von Vitamin C ebenfalls unterstützt werden. Wenn Sie mehr über die erstaunlichen Abwehrkräfte Ihres Körpers erfahren wollen ist der Beitrag “Das Immunsystem – die Genialität der körpereigenen Abwehr” das Richtige für Sie!

Woran erkennt man einen Vitamin-C-Mangel?

Sie fragen sich, welche Symptome bei einem Vitamin-C-Mangel auftreten können? Welche Aufgaben Vitamin C im Körper hat wissen Sie bereits. Nun, lassen Sie uns in die Vergangenheit zurück reisen. In die Ära der Piraten und Seefahrer und einer für sie typischen Krankheit, dem akuten Skorbut.

Um 1500 eroberten die Menschen die Weltmeere. Monatelang an Bord unter schweren Bedingungen: Raue See, katastrophale Hygienebedingungen, keine Privatsphäre und vor allem: keine frischen Lebensmittel. Die Matrosen konnten folglich kein Vitamin C mit der Nahrung aufnehmen.

Es traten zunächst Symptome auf wie zunehmende Müdigkeit und ein hohes Schlafbedürfnis. Nicht nur die See, sondern auch das Aussehen der Matrosen wurde immer rauer: bleiche Haut, ausgefallene Zähne, Einblutungen in Haut und Schleimhäuten wegen poröser Blutgefäße. Die Stimmung an Bord verschlechterte sich auch durch die Ruhelosigkeit und Depressionen der Besatzung. Durch anhaltenden Vitamin-C-Mangel kamen weitere Symptome hinzu, wie Muskelschwund und Gelenkentzündungen. Immer häufiger wurden die Seefahrer krank: Infekte mit Fieber und Durchfall. Gestorben sind die meisten Matrosen nicht, weil sie den Haien zum Fraß vorgeworfen wurden, sondern aufgrund von Herzmuskelschwäche.

Bei einer drastischen Vitamin-C-Unterversorgung kann es auch in unserer heutigen Zeit noch zu einem akuten Skorbut kommen, was aber eher selten ist. Dennoch zeigen sich auch in unserer heutigen Gesellschaft Symptome, die auf einen Vitamin-C-Mangel hindeuten können. Man spricht auch vom “chronischen subklinischen Skorbut“. Symptome eines Vitamin-C-Mangels können sein:

  • Erschöpfung und reduzierte Leistungsfähigkeit
  • häufig Nasenbluten oder Zahnfleischbluten
  • Appetitlosigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • gestörte Wundheilung
  • Eisenmangel durch die gestörte Eisenaufnahme
  • Parodontose

Wird ein Vitamin-C-Defizit nicht behoben kann es zu Langzeitfolgen kommen: Entzündungen der Gelenke, Gefäßablagerungen, Neigung zu Knochenbrüchen oder Verlust von geistigen und kognitiven Funktionen. Die Gefahr chronisch zu erkranken steigt.

Bei welchen Beschwerden & Krankheiten wird Vitamin C eingesetzt?

Vitamin C ist faszienierend, finden Sie nicht auch? Beinahe ein “Alleskönner”, flexibel und wandelbar. Deshalb kommt Vitamin C auch bei vielen akuten und chronischen Krankheiten als Therapeutikum zum Einsatz. Hier ein Überblick:

  • Erschöpfungssyndrom, verminderte Leistungsfähigkeit
  • chronischer Stress, Ängste & Depressionen
  • Infektanfälligkeit & Wundheilungsstörungen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • bakterielle & virale Infektionen
  • gestörte Nahrungsaufnahme im Darm
  • Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes mellitus)
  • Menstruationsbeschwerden
  • chronische Bronchitis, Asthma
  • Autoimmunerkrankungen
  • Krebs

Pulver, Tabletten, Infusion: Welche Vitamin-C-Präparate gibt es?

Bei der Entscheidung, welches Vitamin-C-Präparat das richtige für Sie ist, kommt es auf das Krankheitsbild und die benötigte Vitamin-C-Konzentration an. Vitamin C gibt es als Brausetabletten, Lutschtabletten oder Pulver. Tabletten etwa gibt es auch als Retard-Kapseln, die das enthaltene Vitamin C über den Tag verteilt abgeben. Außerdem gibt es Vitamin-C-Ampullen, die man entweder auf die Haut aufträgt oder die per Injektion verabreicht werden können. Reichen diese Dosen nicht aus, kommt eine Vitamin-C-Infusionslösung zum Einsatz. So ist es möglich in schneller Zeit eine große Dosis Vitamin C zu verabreichen. Sie fragen sich wo Sie Vitamin-C-Präparate kaufen können? Vitamin-C-Präparate sind nicht verschreibungspflichtig und beispielsweise in Apotheken oder Drogeriemärkten erhältlich.

Welche Vitamin-C Dosis soll ich einnehmen?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die empfohlenen Dosen der Ernährungsgesellschaften richten sich in erster Linie nach dem Vitamin-C-Wert zur Vermeidung von Skorbut. Die empfohlene Zufuhr liegt bei 95-110 mg Ascorbinsäure pro Tag.

Aber was ist mit einer chronischen Vitamin-C-Unterversorgung, die unter Umständen nicht sofort erkannt wird? In der heutigen Zeit unterliegen wir der zunehmenden Belastung von Umweltgiften. Auch die Nahrung, die uns ja im Überfluss zur Verfügung steht, hat meist an Qualität verloren und nicht mehr den Vitamin-C-Gehalt wie früher. Deshalb ist unser Bedarf an Ascorbinsäure heutzutage weitaus höher als noch zur Zeit der Piraten und Seefahrer.

Eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung ist aber Voraussetzung für viele Funktionen unseres Körpers!

Die Normwerte für Vitamin C im Serum liegen zwischen 2-20 mg/l. Darüber hinaus gibt es natürlich Situationen im Leben, in denen weitaus höhere Mengen Vitamin C gebraucht werden. Denken Sie an Schwangerschaft oder Zeiten erhöhter Anspannung mit psychischem Druck. Auch können manche Medikamente dazu führen, dass der Körper mehr Vitamin C braucht. Beispiele sind die Pille oder auch Antidepressiva. Wird Vitamin C in der Orthomolekularen Therapie eingesetzt können Dosen von bis zu 60 g (!) zum Einsatz kommen.

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Die Vitamin-C-Hochdosistherapie

Es gibt Krankheitsbilder in denen das Vitamin-C-Defizit so hoch ist, dass sehr hohe Dosen Vitamin C verabreicht werden müssen, um wieder ein moderates Level zu erreichen. Auch in Fällen, in denen der Vitamin-C-Spiegel im Gewebe und im Plasma sehr schnell wieder aufgefüllt werden soll. Man spricht von so genannten Megadosen. Diese Megadosen können nicht über die Nahrung aufgenommen werden und auch die Gabe von oralen Präparaten erzielt nicht die gewünschte Wirkung. Die Lösung: Die Vitamin-C-Hochdosistherapie mittels Infusionen. Eine Infusion, die 7,5 g Ascorbinsäure enthält, dauert ungefähr 20-30 Minuten. Das Vitamin C wird mit einer Trägerlösung (z. B. physiologische Kochsalzlösung 0,9 %) zur Infusionslösung gemischt (steril versteht sich) und anschließend auf Zimmertemperatur angewärmt.

Der Vorteil einer Vitamin-C-Infusion ist folgender: Wird Ascorbinsäure über Präparate oral aufgenommen, gelangt nur ein Teil davon ins Blut. Das liegt daran, dass Vitamin C im Darm über bestimmte Transportermoleküle aufgenommen wird. Es kommt natürlich nur so viel Vitamin C im Blut an, wie eben diese Transporter einschleusen können. Verabreicht man Vitamin C direkt über eine Infusion ins Blut, gelangt zum einen mehr davon ins Gewebe und zum anderen kann Vitamin C schneller seine Wirkung entfalten.

Wann ist eine Vitamin-C-Infusion mit Megadosis sinnvoll? Bei Krankheiten, die von einem sehr starken Vitamin-C-Mangel begleitet werden und aufgrund dessen der Heilungsprozess der Krankheit gestört ist. Dazu gehören beispielsweise akute Infektionen, Krebserkrankungen oder Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Asthma.

Eine Vitamin-C-Hochdosistherapie sollte nur von einem erfahrenen Therapeuten oder Biologischen Mediziner durchgeführt werden. andrino arbeitet derzeit an einem deutschlandweiten Therapeutenverzeichnis für Sie, damit auch Sie in Ihrer Nähe den geeigneten Therapeuten finden können!

Vitamin C Überdosis? Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die gute Nachricht für Sie: eine Überdosis Vitamin C ist praktisch so gut wie unmöglich. Sie fragen sich warum? Vitamin C ist wasserlöslich und kann im Körper nicht gespeichert werden. Wurde zu viel Ascorbinsäure aufgenommen wird sie über die Nieren wieder ausgeschieden. Dazu kommt, dass je mehr Vitamin C oral aufgenommen wird, desto geringer die Bioverfügbarkeit wird. In Zahlen ausgedrückt: Nehmen wir 200 mg Ascorbinsäure oral auf ist das Vitamin C auch zu 100 % verfügbar. Erhöhen wir die eingenommene Einzeldosis auf 1250 mg sinkt die Bioverfügbarkeit schon auf 49%.

Als Nebenwirkung wird eine abführende Wirkung von hochdosiertem Vitamin-C beschrieben. Dieser Durchfall tritt aber selten und auch meist erst nach der Einnahme von hohen Dosen auf (etwa ab 10 g Ascorbinsäure pro Tag). Die Ascorbinsäure ist schwächer als die Magensäure. Dennoch kann es sein, dass Personen mit einem empfindlichen Magen auf hohe Dosen Vitamin C mit Übelkeit oder Sodbrennen reagieren.

Jeder Mensch ist unterschiedlich und verträgt Vitamin C anders. Man spricht in der Therapie von der so genannten “bowel tolerance“. Das bedeutet, dass Dosen eingesetzt werden, die gerade so hoch sind, dass keine Verdauungs- und Darmbeschwerden auftreten. Bei einem gesunden Menschen sind das zwischen 4 – 15 g Ascorbinsäure in 24 Stunden. Bei einem kranken Menschen kann die “bowel-tolerance”-Grenze deutlich höher liegen. Der Körper ist schon ein Wunderwerk: wird mehr Vitamin C benötigt bzw. verbraucht, setzt er automatisch die Grenze nach oben und es werden höhere Dosen Vitamin C nebenwirkungsfrei vertragen.

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