Die Ursachen einer Allergie: Ein Mosaik mit vielen Steinchen

Falls Sie an einer Allergie leiden, sind Sie in guter Gesellschaft: Fast jeder dritte Deutsche hat mit einem überaktiven Immunsystem zu kämpfen. Woher kommt das und warum leiden manche Menschen unter schweren Allergien, während andere unbehelligt durchs Leben gehen? Die moderne Wissenschaft weiß darauf noch keine endgültige Antwort. Es gibt allerdings einige Vermutungen und Hypothesen, die sich immer mehr herauskristallisieren. Von biologischen Experten werden sie schon lange propagiert: ob Ernährung, Umweltgifte oder chronischer Stress – auf das Wesentliche reduziert führen mehr oder weniger alle Allergieauslöser zu einer Störung der Darmschleimhautbarriere. Der Darm wird “leck”- das Immunsystem unter der Schleimhaut gerät außer Kontrolle. Im folgenden Artikel wollen wir Ihnen die wichtigsten Allergieauslöser näher vorstellen. Sie werden verstehen, wie und warum sämtliche Allergie-Ursachen am Darm angreifen und wie dann in der Summe daraus eine Allergie entsteht.

Die Ursachen einer Allergie: Ein Mosaik mit vielen Steinchen

Allergie-Ursachen sind individuell

Klar ist: “Die eine” Ursache für Allergien gibt es nicht. Sehr wahrscheinlich spielen bei der Entstehung einer Allergie mehrere Ursachen zusammen, die überdies von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind – so wie bei fast allen chronischen Erkrankungen. Für die schulmedizinische Allergiebehandlung spielt die Ursachenforschung auch keine große Rolle. Unser modernes Gesundheitssystem konzentriert sich in erster Linie auf die Therapie der Allergie Symptome. Von Juckreiz bis Hautrötung – unsere Apotheken haben für jedes “Problem” ein passendes Mittelchen auf Lager. Und selbst wenn das immer behauptet wird, die weit verbreitete Desensibilisierung packt das Übel im Grunde nicht wirklich an seiner Wurzel. Im Gegenteil, biologische Experten wissen: mit einer kommerziellen Hyposensibilisierung laufen Sie Gefahr, das Grundproblem sogar noch zu verstärken!

Biologische Mediziner hingegen therapieren Allergien an ihrer wahren Ursache. Sie fahren einen ganzheitlichen Ansatz, setzen bei jedem Patienten Umweltgifte, Nährstoffmängel, Ernährung, Psyche und insbesondere die Darmgesundheit auf den Prüfstand. Das kann einige Monate dauern, ist dafür aber nachhaltig. Bis sich die Allergie bessert, hat aber auch die Naturheilkunde insbesondere für Pollenallergiker richtig tolle Sofortmaßnahmen zu bieten. Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Artikel “Akutmaßnahmen bei Heuschnupfen: was bringen Homöopathie, Akupunktur und Co.?

Mit dem biologischen Blick: Die wahren Ursachen einer Allergie

Bei einer Allergie spielt Ihr Immunsystem verrückt. Es reagiert einfach extrem auf bestimmte Stoffe. Solche Allergene können sein: Pollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben, Nickel oder Kobalt, Duft- und Aromastoffe, Latex, Insektengifte, Lebensmittel wie Gluten, Eier, Soja, Nüsse oder Fisch oder Kolphonium das sich beispielsweise in Windeln, Pflastern oder Taschentüchern befindet. Je nach Allergie-Form, schütten bestimmte Zellen des Immunsystems massenhaft entzündungsfördernde Stoffe aus, die dann die Allergie-typischen Symptome verursachen. Ein berühmtes Beispiel ist das Histamin, das von Zellen des angeborenen Immunsystems, den Mastzellen abgegeben wird. Sie wollen alles über die Entstehung von Allergien und über die unterschiedlichen Allergietypen lernen? Erfahren Sie mehr im Beitrag “Wie entsteht eine Allergie und was genau passiert dabei im Körper“.

Aus welchem Grund reagiert das Immunsystem über?

Wussten Sie, dass das Immunsystem neben der Abwehr von pathogenen Keimen auch noch eine große zweite Aufgabe besitzt? Und ob, es muss sehr genau unterscheiden können, ob es sich um einen “gefährlichen” oder einen “harmlosen” Fremdstoff handelt. Um diese Expertise zu erlangen, muss unser Abwehrsystem ein Leben lang hart trainieren – und zwar vom Säuglingsalter an. Dieses Immuntraining findet im Darm statt. Ursächliche Faktoren einer Allergie aber sorgen dafür, dass das Training des Immunsystems im Darm gestört wird. Bei allen allergischen Erkrankungen hat das Immunsystem seine Toleranzfähigkeit verloren. Es gerät aus seiner Balance. Eine bestimmte Art von Immunzellen, die T-Lymphozyten vom Typ 2, die sogenannten TH2-Zellen gewinnen die Oberhand und verschieben die gesamte Immunreaktion in Richtung Entzündung. Man nennt dieses Phänomen “TH2-Shift“.

Sie interessieren sich dafür, wie das Immunsystem aufgebaut ist und wie die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems zusammenarbeiten? Im Beitrag “Immunsystem – die Genialität der körpereigenen Abwehr” haben wir für Sie die wichtigsten Aspekte gedanklich aufbereitet.

Ist der Darm Schuld an der Entstehung einer Allergie?

Wussten Sie, dass 70 bis 80 Prozent unserer Immunzellen ihren Sitz im Darm haben? Naheliegend, dass zwischen Darm, Immunsystem und Allergie enge Zusammenhänge bestehen! Der Darm hat tatsächlich eine Schlüsselfunktion bei der Entstehung von Allergien. Denn das Immunsystem unter der Darmschleimhaut ist mit allen anderen Immunzellen verschaltet. Eine Entzündung des Darm-Immunsystems zeigt sich deshalb gerne auch an entfernten Stellen des Körpers, zum Beispiel in Form einer Pollenallergie in den Atemwegen oder als Neurodermitis an der Haut. Wenn Sie als Allergiker einen biologischen Therapeuten aufsuchen, wird dieser immer zuerst Ihre Darmgesundheit unter die Lupe nehmen.

Welche Rolle spielen Darmschleimhaut und Darmflora?

Die Darmflora begrenzt die Schleimhaut nach außen wie ein Biofilm. Darunter befindet sich eine sehr besondere Zellschicht, die sich wie eine Art Schleuse verhält: die Epithelschicht. Unsere Darmflora ernährt und schützt die Epithelschicht. Jedes einzelne Nahrungsmittel, jede Substanz, die in Ihrem Darm ankommt, wird aktiv über die dünne Zellschicht der Schleimhaut transportiert und dem Darm-Immunsystem kontrolliert präsentiert. So hat das Immunsystem unter der Darmschleimhaut in Ruhe Zeit sich mit dem Fremdstoff auseinanderzusetzen und kann angemessen reagieren. Das Immuntraining funktioniert perfekt, solange Darmflora und Epithelschicht intakt sind.

Eine kranke Darmflora oder eine geschädigte Darmschleimhaut öffnen die Türe für Umweltgifte und Allergene

Gerät das feine Gleichgewicht aus der Balance, brechen die Zellstrukturen auf und es entsteht ein sogenannter löchriger Darm, das Leaky-gut-Syndrom. Das Darm-Immunsystem wird überfordert und reagiert mit Entzündung. Ab nun stehen Tor und Türen offen für Allergene, für Umweltgifte und pathogene Keime. Eine gefährliche Situation, die nicht nur Allergien, sondern auch viele chronische Beschwerden und Erkrankungen initiiert. Eine defekte Darmschleimhautbarriere könnte man als “VIP-Eintritt für chronische Erkrankungen” interpretieren. Wussten Sie, dass ein löchriger Darm seinerseits zur Entstehung einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie zum Beispiel gegen Gluten, Histamin, Milch u.v.m. beitragen kann?

Die Allergiker Karriere: Was haben Kaiserschnitte und Stillen mit Allergien zu tun?

Hätten Sie es gedacht? Bereits die frühkindliche Phase stellt die Weichen für die spätere Entwicklung möglicher Allergien. Kritisch sind vor allem die ersten Lebensmonate, denn das kindliche Immunsystem muss nach der Geburt sein Handwerk von Grund auf lernen. Wussten Sie, dass in dieser Zeit die Darmschleimhautbarriere noch nicht vollständig ausgebildet ist? Anfänglich sind Säuglinge deshalb noch durch Abwehrfaktoren der Muttermilch geschützt. Durch regelmäßiges Stillen bekommt das Baby direkt wertvolle Antikörper. Insbesondere die wertvollen sekretorischen Antikörper (sIgA) sorgen direkt an der Schleimhaut für eine hohe Abwehrstärke. sIgA fangen Antigene weg, bevor sie überhaupt in den Körper eindringen können. Auch sogenannte “Bifidusfaktoren” werden mit der Muttermilch übertragen, die das Wachstum der kindlichen Darmbakterien unterstützen. Gerade in den ersten Lebensmonaten und auch in den darauffolgenden Jahren ist ein starkes Immuntraining bei den Kindern durch diverse Keime und Bakterien äußerst wichtig. Kinder, die auf dem Bauernhof leben und mit vielen Keimen in Berührung kommen, haben im Vergleich zu Stadtkindern weniger oder keine Probleme mit Allergien. Kaiserschnittkinder oder Kinder von Müttern mit Scheidenpilzen hingegen haben bereits einen ungünstigeren Start ins Leben. Unter der Entbindung haben sie keinen ausreichenden Kontakt mit den wertvollen Bakterien der mütterlichen Vaginalflora und leiden später deshalb häufiger an allergischen Beschwerden wie Asthma oder Heuschnupfen. Ganz ähnlich geht es Kindern, die unzureichend oder überhaupt nicht gestillt werden. Erwachsene mit allergischen Erkrankungen haben im Kindesalter oftmals mehrfach Antibiotika bekommen – meist ohne gleichzeitigen Aufbau der Darmflora.

Denken Sie also immer daran: in einer Reizarmen Umgebung geht dem Immunsystem die Arbeit aus. Es “langweilt” sich und sucht sich andere Ziele wie zum Beispiel Gräserpollen oder Tierhaare. Im Artikel “Intakte Darmflora – welche Faktoren sind entscheidend” haben wir für Sie alle Aspekte zusammengestellt, die für eine gesunde Darmflora wichtig sind.

Mein Kind soll kein Allergiker werden – So geht wahre Allergie-Prävention

Sie haben Angst, dass ihr Kind später einmal mit fiesen Allergien zu kämpfen hat, genau so wie Sie? Das muss nicht sein. Betreiben Sie echte Prävention! Gerade bei einem hohen familiären Allergierisiko empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Bereits während der Schwangerschaft hat sich die Einnahme von probiotischen Mitteln234 bewährt. Besonders Milchsäurebakterien der Gattung Lactobacillus sp.
  • Versuchen Sie Ihren Säugling mindestens bis zum Beginn des 5. Monats zu stillen
  • Führen Sie Beikost frühestens mit Beginn des 5. Monats ein. Stillen Sie in dieser Zeit wenn möglich weiter
  • Sie können Ihr Baby nicht stillen? Benutzen Sie hypoallergene Babynahrung und vermeiden Sie Kuhmilch
  • Ihr Baby musste Antibiotikum einnehmen? Fragen Sie einen biologischen Arzt/Therapeuten doch einfach nach einer Möglichkeit des Darmaufbaus. Auch für Säuglinge und Kleinkinder gibt es hier tolle Lösungen
  • Vermeiden Sie unbedingt Tabakrauch sowie Schadstoffe in Wohn- und Arbeitsplatz
  • Lassen Sie Ihre Kinder auch mal im “Dreck” spielen und vermeiden Sie eine zu übertriebene Hygiene, besonders mit Desinfektionsmitteln und starken antimikrobiellen Haushaltsreinigern. Warum machen Sie mit Ihrer Familie nicht einmal Urlaub auf dem Bauernhof?
  • Achten Sie bei Ihren Kindern auf eine Ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, wenig tierischem Protein und möglichst ohne Zucker. Naturjoghurt ist erlaubt. Vermeiden Sie industriell verarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte
#8293_Stillende Mutter

Sind an einer Allergie die Gene schuld?

Tatsächlich spielt die Vererbung eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Das ist sogar ganz gut belegt: Falls bereits Ihre Eltern unter Allergien leiden, ist Ihr eigenes Allergie-Risiko um das rund Zwei- bis Vierfache erhöht. “Schlechte” Gene bewirken aber lediglich, dass Sie anfälliger für Allergien sind. Damit die Krankheit tatsächlich ausbricht, müssen in der Regel noch weitere Faktoren hinzukommen. Wussten Sie, dass Mütter die selbst an einer Allergie oder chronisch entzündlichen Erkrankung leiden mit einer wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit Kinder bekommen, die eine Allergiker-Karriere vor sich haben? Solche Kinder werden oftmals bereits mit einem sogenannten “brennenden Darm” geboren. Das bedeutet, die Darmschleimhaut zeigt schon bei den Neugeborenen eine erhöhte entzündliche Aktivität, die auch messbar ist.

Eine falsche Ernährung als Ursache bei Allergien

Unsere moderne Ernährung hat einen ganz wesentlichen Einfluss bei der Entstehung von Allergien. Sie ahnen bestimmt bereits warum. Bei vielen Menschen landen heutzutage jede Menge verarbeitete Nahrungsmittel auf dem Teller. Fertigpizza, Brotaufstriche, abgepackte Wurst oder Süßigkeiten. Jedes Nahrungsmittel, was Sie in verarbeiteter Form kaufen, beinhaltet eine ganze Liste mit Zusatzstoffen. Selten haben solche Produkte noch den Namen “Lebensmittel” verdient. Ein Mix aus Farb-, Geschmacks- und Konservierungsstoffen. Darüber hinaus finden sich in quasi jedem Fertiggericht jede Menge Zucker oder Süßungsmittel. Ob Kristallzucker, isolierte Fruktose, Maissirup oder Fruktose-Glucose-Sirup, um einen Joghurt beispielsweise “Erdbeerjoghurt” nennen zu dürfen, genügt die Zugabe von einer halben! Erdbeere. Unsere heutige Ernährung, bestehend aus industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln, versetzt mit ungesunden Fetten (Transfettsäuren), Zucker und Zusatzstoffen und reich an tierischem Eiweiß und Milchprodukten, stört auf Dauer massiv die Darmschleimhaut. Pilze und Hefen bekommen im Darm Wachstumsvorteile und verdrängen unsere gesunde Darmflora. Diese haben allerdings wiederum stark allergene Wirkung. Auf Dauer leidet die Darmschleimhaut, das Darm-Immunsystem wird überfordert und reagiert mit den berühmten Entzündungen.

Pseudoallergien durch Lebensmittelzusätze

Haben Sie schon einmal erlebt, dass Ihnen nach dem Essen der Hals zugeht oder die Haut zu jucken beginnt? Insbesondere Geschmacksverstärker sowie Farb- und Konservierungsstoffe stehen heute unter Verdacht direkt Allergien auszulösen zu können. Doch in vielen Fällen handelt es sich gar nicht um echte Allergien, wenn bestimmte Nahrungsmittel Beschwerden auslösen. Zusatzstoffe können auch zu “Pseudo-Allergien” mit Allergie ähnlichen Symptomen führen, sogenannte Intoleranzen oder Unverträglichkeiten. Generell gilt: Je stärker ein Lebensmittel industriell verarbeitet ist, desto eher reagieren Sie darauf allergisch. Beispielsweise reagieren viele Menschen auf den Geschmacksverstärker Glutamat mit Symptomen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Hautausschlägen oder Heuschnupfen. Solche Unverträglichkeiten fördern die Entzündung im Darm und verstärken chronische Beschwerden. Biologische Mediziner wissen: bis zu 80 Prozent unserer Bevölkerung leidet mittlerweile an Weizen- oder Glutenunverträglichkeit – oftmals ohne es zu wissen. Im Beitrag “Gluten – wertvoll aber fies” erfahren Sie was es mit dem modernen Weizen und Gluten auf sich hat und wie Sie einer möglichen Unverträglichkeit auf die Spur kommen.

Milch und Milchprodukte – Meilenstein auf dem Weg in die Allergie

Die Milchwirtschaft ist die stärkste Branche der deutschen Ernährungsindustrie. Kuhmilch und sämtlich daraus produzierte Milchprodukte sind aus unseren Kühlschränken nicht mehr wegzudenken. Lange Zeit wurde uns suggeriert, wie gesund Milch für die Knochenbildung sei. Haben Sie aber gewusst, dass das Milcheiweiß Casein durch seine industrielle Verarbeitung für unser Immunsystem zum riesigen Problem geworden ist? Durch die Ultrahocherhitzung und Homogenisierung wird die Milch so verändert, dass dabei wichtige Enzyme und Bakterien verloren gehen, die wir für die Milchverdauung benötigen. Denken Sie nur einmal an die steigende Anzahl von Patienten mit Laktoseunverträglichkeit! Das ist aber noch nicht das Hauptproblem. Haben Sie sich schon einmal überlegt, welch üblen Cocktail Sie Ihrem Körper einflößen, wenn Sie beispielsweise genüsslich Ihren Chai Latte löffeln? Analog zur Muttermilch beinhaltet Kuhmilch genetische Informationen und Signalmoleküle, die allerdings auf die Kälbchen und damit auf eine völlig andere Säugetierart zugeschnitten sind. Diese Signalmoleküle verschieben direkt das harmonische Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Immunzellen. Die sogenannte TH1/TH2-Balance neigt sich in Richtung Entzündung, wie man es bei Allergikern typischerweise beobachtet.

Und noch ein Punkt macht Kuhmilch zum fiesen Antigen: Durch die industrielle Verarbeitung und Pasteurisierung wird das Milchprotein Casein so verändert, dass es für unsere Verdauung nur schwer zu knacken ist. Ganz ähnlich wie das Gluten im modernen Hochleistungsweizen gehört Kuhmilch zu den sogenannten “Superantigenen”. Das Problem betrifft vor allem kleine Kinder. Wird Kindern zu früh Kuhmilch zugefüttert, strömen die schwer verdaulichen Caseine unkontrolliert unter die noch fragile, löchrige Schleimhaut und ärgern bereits im zarten Alter das Immunsystem. Entzündungen nehmen ihren Lauf. Die Zahlen sind alarmierend: über 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leiden an Asthma, Heuschnupfen und/oder an Neurodermitis .

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Sind Asbest und andere Wohngifte ursächlich für Allergien?

Umweltgifte fördern Allergien auf verschiedenen Ebenen. Wir nehmen sie auf über die Haut, über den Darm und über die Lunge auf. Umweltgifte lagern sich bevorzugt im Fett- und Nervengewebe ab, wo der Körper sie nur noch schwer entgiften kann. Dort stören Sie zentrale Transportwege von Nähr- und Abfallstoffen sowie die Funktion der Immunzellen. Die Biologische Medizin spricht von einem “Verschlackendes Bindegewebes bzw. des Grundgewebes. Da das Grundgewebe letztlich alle Zellen (auch die Immunzellen) und Organe versorgt, ist eine Vergiftung und Verschlackung die beste Voraussetzung für die Entwicklung von chronischen Zuständen. Umweltgifte stören massiv die Kommunikation zwischen den einzelnen Zellen des Immunsystems. Wohngifte wie Formaldehyd, Pestizide, Lösemittel, Asbest und Holzschutzmittel finden sich unter anderem in Pressspanplatten, Sperrholzmöbeln, Holzschutzmitteln, Bodenbelägen, Wärmedämmplatten, Lacken und auch in Textilien und Teppichböden. Wussten Sie, dass auch Elektrosmog zu den relevanten, modernen Umweltgiften gehört? Die Dauerbestrahlung von Mobilfunk und Co. hat für unseren gesamten Körper weitreichende Folgen. Ohne es zu merken, schüttet der Körper unter Dauerbestrahlung permanent Stresshormone aus, so ähnlich wie psychischem Stress. Versuchen Sie daher WLAN und mobiles Internet zumindest über Nacht auszuschalten. Übrigens, die Strahlenbelastung können Sie von einem Umweltmediziner oder einem Experten auf dem Gebiet der Baubiologie messen lassen. Er hilft Ihnen auch beim Aufspüren von möglichen Wohngiften.

Können Schwermetalle Allergien auslösen?

Biologische Experten beobachten immer wieder starke Besserungen von Allergie-Symptomen, alleine wenn sie Schwermetalle bei Ihren Patienten ausleiten. Was das Thema Schwermetalle angeht, hat die Biologische Medizin ihre ganz eigene Definition. Im Artikel “Schwermetalle: harte Kost einfach erklärt” lernen Sie, welche Substanzen unter den Begriff “Schwermetalle” fallen aber auch wie und warum sie für den Körper so toxisch sind. Quecksilber, Blei, Cadmium, Arsen, Aluminium und Co. nehmen wir beispielsweise über die Atemluft (Luftverschmutzung) oder über belastete Nahrungsmittel (vor allem Thunfisch und andere Raubfische) auf. Heiße Kandidaten sind auch Zahnfüllungen aus Amalgam, sowie Impfstoffe, denen Thiomersal als Trägersubstanz beigemischt wurde. Gerade aus Amalgam-Füllungen können kleinste Quecksilber Partikel über den Speichel in den Darm gelangen. Dort stören sie die Darmflora und blockieren Nährstofftransporter und somit die Aufnahme von wichtigen Vitalstoffen. Nährstoffdefizite wie ein Zinkmangel beispielsweise fördern dann wiederum die Bildung eines löchrigen Darms, des Leaky-gut-Syndroms156. Schwermetalle lagern sich in unterschiedlichsten Geweben ab und können auf Dauer im Organismus sehr schwere Schäden anrichten. Besonders Zellen des Darm-Immunsystems trifft es besonders hart. Durch den Kontakt mit den Schwermetallen werden sie zur Ausschüttung von entzündungsfördernden Molekülen wie dem Histamin angestachelt. Körperweit sorgen Schwermetalle für eine erhöhte Produktion von sogenannten freien Radikalen91. Freie Radikale, auch als oxidativer Stress bezeichnet, schädigen auch Strukturen der Darmschleimhaut und zerstören wichtige Enzyme, die zur Entgiftung gebraucht werden.

Medikamente, Alkohol und andere Katastrophen

Über die Hauptverdächtigen Allergieauslöser hinaus gibt es weitere Faktoren, welche die Entstehung von Allergien begünstigen können. Dazu gehören zum Beispiel Rauchen, Industrieabgase, Alkohol und Medikamente. Passivrauchende Kinder haben ein fast doppelt so hohes Risiko für die Entwicklung von Asthma bronchiale. Zigarettenrauch auch von E-Zigaretten fördert die Produktion von  freien Radikalen. Diese toxischen Substanzen, in der Regel Abkömmlinge vom Sauerstoff, fehlt ein Elektron. Aus diesem Grund klauen sie Elektronen von benachbarten Proteinen, Enzymen und Zellwänden ohne Rücksicht auf Verluste. Haben Sie auch gewusst, dass nicht nur Antibiotika, sondern auch sämtliche pharmazeutischen Medikamente und auch Alkohol auf Dauer die Darmflora beeinflussen? Hier macht natürlich die Dosis das Gift. Gefährlich wird es vor allem bei täglicher Einnahme von Schmerzmitteln, Säureblockern oder Antirheumatika. Arzneimittel schwächen die Verdauung und fördern so wiederum das Wachstum von Hefen und Pilzen im Darm. Löcher werden in die Darmwand gerissen, Entzündungen und Allergien entstehen.

Ist eine Allergie ein Stress-Symptom?

Last but not least spielt die Psyche bei der Entstehung von Allergien oft eine wesentliche Rolle. Vielleicht haben Sie als Allergiker schon einmal bemerkt, dass beruflicher oder familiärer Stress Ihre Allergie-Symptome verstärkt? Aktuelle Forschungen legen nahe, dass vor allem Neurodermitis, allergisches Asthma und Nesselsucht durch die psychische Verfassung massiv beeinflusst werden. Zudem lassen sich offenbar typische Allergiesymptome wie Hautrötungen oder Schnupfen unter Hypnose gezielt hervorrufen. Die fatalen Auswirkungen von Stress auf den Darm und das Immunsystem wurden tatsächlich bis ins kleinste Detail erforscht. Übrigens hat der Begriff “Stress” aus biologischer Sicht eine klare Definition: Unser Körper steht dann unter Stress, wenn Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet werden. Chronisch und zum Problem wird der Stress, wenn die Stresshormone zwischendurch nicht mehr abgebaut werden und das Stresssystem überlastet wird. Stresstrigger können völlig unterschiedlich sein. Dazu gehören emotionaler Stress, hoher beruflicher Druck, Perfektionismus und Versagensängste. Bei manchen Menschen wird Stress aber auch physisch durch exzessive sportliche Trainingseinheiten ausgelöst. Im Beitrag “Wie Dauerstress zu einer chronischen Erkrankung wird” erklären wir Ihnen die genauen Hintergründe.

Stress und Stresshormone beeinflussen den gesamten Magen-Darm-Trakt: die Produktion von Magensäure, die Bakterienbesiedelung und die Darmbarriere. Auch das bei der Allergie so entscheidende  Entzündungsgeschehen wird durch Stresshormone erhöht. Die Produktion der freien Radikale steigt an. Allergien können also durch Stress ausgelöst werden. Doch wie immer lässt sich das nur auf individueller Basis beurteilen!

Finden Sie die wahre Ursache – unser andrino Tipp bei Allergien

Sie wollen Ihre Allergie tatsächlich loswerden? Dann packen Sie den Stier bei den Hörnern und finden Sie die wahren Ursachen. Gemeinsam mit einem biologischen Therapeuten können Sie das schaffen. Achten Sie bei Ihrer Arztsuche auf den Schwerpunkt Darmsanierung bzw. Mikrobiologische Therapie. Möglicherweise finden Sie sogar einen Therapeuten, der sich besonders mit dem Thema Allergie auskennt. Machen Sie mit ihm eine ausführliche Anamnese. Überlegen Sie, wie Ihre Kindheit verlaufen ist. Haben Sie das Licht der Welt auf natürlichem Wege erblickt? Wurden Sie gestillt? Wie ernähren Sie sich? Essen Sie ausreichend Ballaststoffe und wenig Zucker? Haben Sie vielleicht sogar Stuhlprobleme oder einen Reizdarm? Wie sieht es mit Ihrer Infektanfälligkeit aus? Sind Sie häufig krank?

Auch in der Biologischen Medizin stehen dem Arzt bzw. Therapeuten umfangreiche Labortests zur Verfügung, die eine echte Hilfe im Dschungel der Ursachensuche sein können. Beispielsweise kann Ihr Therapeut Ihre Schwermetallbelastung messen, er kann relativ leicht erkennen, wie es um Ihre Nährstoffversorgung steht, wie hoch das Entzündungslevel des Darm-Immunsystems ist. Was natürlich am wichtigsten ist, Ihr Therapeut wird prüfen, wie es generell um Ihre Darmgesundheit bestellt ist. Im Beitrag “Allergietest – die wichtigsten Methoden im Überblick” erfahren Sie wie Sie eine bestimmte Allergie schnell ausfindig machen können und welche Tests auf Sie zukommen, wenn Sie sich biologisch-medizinisch behandeln lassen.

Ihr biologischer Therapeut wird mit Ihnen ein mehrstufiges, ganzheitliches Therapiekonzept ausarbeiten, das i.d.R. folgende Schritte umfasst:

  1. Allergene ausfindig machen und (wenn möglich) vorerst meiden
  2. Entgiftung und Entschlackung des Körpers
  3. Richtige Ernährung und Darmaufbau
  4. Auffüllen von Mikronährstoffen
  5. Stressabbau und Entspannung
  6. ggf. Umstimmungstherapie des Immunsystems
  7. zusätzlich: Akutmaßnahmen in der Allergiezeit

Folgende Literatur diente als Basis für diesen Artikel und kann Ihnen tiefgründiges Wissen verleihen:

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