Hashimoto: Den Ursachen auf der Spur

Warum trifft es ausgerechnet mich?“ Das ist eine Kernfrage, die Sie sich – als Hashimoto-Betroffener – sicher schon häufig gestellt haben. Vermutlich wissen Sie auch, dass es sich bei Hashimoto in der Ursache um eine Autoimmunerkrankung handelt, also um ein fehlgesteuertes Immunsystem, das „versehentlich“ Jagd auf körpereigene Strukturen macht. Doch wie und warum kommt es dazu?

Die Schulmedizin betrachtet Hashimoto als eine chronische, im Grund unheilbare Krankheit, die nicht ursächlich, sondern nur auf Symptomebene zu behandeln ist. Vielen Betroffenen hilft das mehr schlecht als recht. Biologische Experten wissen, Hashimoto ist keine isolierte Erkrankung der Schilddrüse, sondern eine Störung des Immunsystems! Die gute Nachricht für Sie: Vertreter der Biologischen Medizin gehen davon aus, dass die Krankheit heilbar ist – wenn das auch etwas Geduld und so manche Lebensstil-Änderung verlangt. Doch dazu müssen Sie zunächst den wahren Ursachen Ihres Hashimoto auf die Spur kommen.

Hashimoto: Den Ursachen auf der Spur

Hashimoto aus Sicht der biologischen Medizin

Wie bei den meisten chronischen Krankheiten lässt sich auch bei Hashimoto nicht „die eine“ Ursache finden. Fast immer haben mehrere Faktoren ihre Hände im Spiel, unter anderem die Genetik, die Sie nicht beeinflussen können. Andere Faktoren hingegen können Sie durch Ihren Lebensstil sehr wohl steuern – und genau hier wird es aus Sicht der Biologischen Medizin spannend.

Kranker Darm – kranker Mensch

Leiden auch Sie – wie viele Betroffene von Hashimoto – unter Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Verstopfung? Nach Erfahrungen von Biologischen Medizinern ist bei Hashimoto der Darm häufig in Mitleidenschaft gezogen. Eine gestörte Darm-Barriere (das sog. „Leaky-gut-Syndrom„) kann eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut auslösen und die Darmflora massiv beeinträchtigen.

20 Prozent des Schilddrüsen-Hormons Thyroxin (T4) werden im Darm in die aktive Form Trijodthyronin (T3) umgewandelt. Dieser wichtige Stoffwechselschritt hängt von einer intakten Darmflora ab. Ein kranker Darm vermindert die Verdauungsleistung und die Aufnahme von Nährstoffen, die für die Schilddrüse wichtig sind. Dazu gehören u. a. Zink, Jod, Tyrosin, Selen, Eisen und Vitamin D. Eine Entzündung unterhalb der Darmschleimhaut spüren Sie nicht. Sie wird deshalb als silent inflammation27127 [deutsch: stille Entzündung] bezeichnet. Die Entzündung der Schilddrüse kann bei Hashimoto Betroffenen direkt mit einer Entzündung im Darm zusammenhängen.

Da Experten der Biologischen Medizin die Erkrankungen direkt an ihrer Ursache packen, kümmern sich Ärzte und Therapeuten der Biologischen Medizin bei Patienten mit Hashimoto bevorzugt um die Darmgesundheit. Eine Darmsanierung päppelt die Darmschleimhaut auf, stabilisiert die Darmflora und bändigt Entzündungen im Darm. In Kombination mit einer anti-entzündlichen und glutenfreien Ernährung  kann eine professionelle Darmsanierung nachweislich die für die Hashimoto-Thyreoiditis typischen Antikörper im Blut absenken. Deshalb macht es aus Sicht der biologischen Medizin durchaus Sinn, bei Hashimoto sowohl die Darmschleimhaut als auch die Ernährungsgewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Sie wollen verstehen, was eine professionelle Darmsanierung ausmacht? In unseren Beitrag  „Darmsanierung – Erfolgsrezept bei chronischen Erkrankungen“ erfahren Sie, wie ein Leaky-gut-Syndrom erfolgreich behandelt wird.

Gluten kann Entzündungsvorgänge anheizen

Zwar gibt es keine spezielle „Hashimoto-Diät“, doch individuelle Unverträglichkeiten können bei Hashimoto eine der Ursachen sein, denen Sie auf die Spur kommen sollten. Vielleicht haben Sie schon davon gehört, dass eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten mit der Hashimoto Thyreoiditis oft in Zusammenhang steht? Tatsächlich haben viele Betroffene gute Erfahrungen mit einer glutenfreien Ernährung bei Hashimoto gemacht.

Gluten befindet sich in allen gängigen Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste oder Hafer und somit ist Gluten Bestandteil sämtlicher Backwaren wie in Brot, Brötchen, Kuchen, Pizza und Nudeln. Da Getreide heutzutage im industriellen Schnell-Backverfahren verarbeitet wird, kann Gluten das Immunsystem stark belasten und allergen wirken. Bei Hashimoto Patienten mit Leaky-gut-Syndrom156 fördert Gluten an der Darmschleimhaut Entzündungs-Schübe und kann die Autoimmunreaktion an der Schilddrüse verstärken. Biologische Mediziner wissen, unter den Hashimoto-Betroffenen finden sich viele Patienten mit Weizenintoleranz oder Glutenunverträglichkeit, die unter Gluten-Diät von einer deutlichen Verbesserung ihrer Beschwerden profitieren.

Sie wollen alles über die krankmachende Wirkung von Gluten erfahren? Der Artikel „Gluten – wertvoll aber fies“ erklärt Ihnen, warum Gluten und Weizen gerade bei Hashimoto Thyreoiditis ganz problematische Nahrungsmittel sind. Hier finden Sie auch Tipps rund um das Thema glutenfreie Ernährung.

Hashimoto durch Mikronährstoffe behandeln

Eine weitere gewichtige Rolle spielen Nährstoffdefizite. In vielen Fällen beobachten Biologische Mediziner bei Patienten mit Hashimoto Thyreoiditis Mikronährstoff-Mängel wie beispielsweise ein Jodmangel, Selenmangel oder Vitamin-D-Mangel. Welche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll und hilfreich sind, lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten. Wichtig ist, dass Sie bei Hashimoto eine Nahrungsergänzung niemals auf eigene Faust einnehmen sollten, sondern nur nach Rücksprache mit einem spezialisierten Arzt! Eine Therapie mit Mikronährstoffen nennen Biologische Mediziner übrigens „Orthomolekulare Therapie„.

Nährstoff-Mangelzustände können prinzipiell sowohl Ursache als auch Folge von Hashimoto sein.

 

Nährstoffmängel bei Hashimoto entstehen u. a. durch

  • eine ungesunde Ernährung, gekennzeichnet durch  einen hohen Konsum an Nährstoffarmen, industriell verarbeiteten Lebensmitteln
  • eine verminderte Nährstoffaufnahme an der Darmschleimhautugsp: „löchriger Darm“: geschädigte Barriere der Darmschleimhaut
  • einen erhöhten Nährstoffbedarf wegen der fortschreitender Entzündung an der Schilddrüse91

 

Selen z. B. ist ein wichtiges AntioxidansPl. Antioxidanzien: Verlangsamen oder verhindern als Radikalfänger die Oxidation anderer Substanzen, das die Schilddrüse u. a. beim Kampf gegen freie Radikale90 unterstützt, die bei der Autoimmunreaktion und durch die Entzündung im Stoffwechsel vermehrt anfallen. Der Beitrag „Hashimoto und Selen-Mangel: Eine verhängnisvolle Kombination“ verschafft Ihnen dazu tiefere Einblicke. Viele Biologische Mediziner beobachten auch in Bezug auf Jod einen klaren Zusammenhang bei der Entwicklung einer Hashimoto Thyreoiditis. Die Anzahl der Autoantikörper sinkt bei Hashimoto Betroffenen in vielen Fällen gewaltig unter Jod-Therapie. Nahrungsergänzungsmittel, die Jod enthalten, sollten allerdings niemals in Eigenregie eingenommen werden. Die Jodzufuhr muss von einem Biologischen Arzt immer individuell angepasst werden! Warum das so ist, lesen Sie im andrino Beitrag „Hashimoto und Jod: Ein kompliziertes Verhältnis„.

Nicht selten finden Biologische Mediziner bei Hashimoto-Patienten auch gravierende Vitamin-D-Mängel. Für eine Ursachen-orientierte Behandlung sollte eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung deshalb oberste Priorität haben. Vitamin D wirkt auf das Immunsystem nämlich regulierend und hat somit eine ganz wichtige entzündungshemmende Funktion. Wussten Sie, dass die Biologische Medizin Hashimoto u.a. sehr erfolgreich mit Vitamin D-Hochdosis-Therapie behandelt? In folgendem Beitrag erfahren Sie, warum Vitamin D für das Immunsystem und den Darm so wichtig ist und wie Hashimoto Betroffene von einer Vitamin-D-Zufuhr profitieren können: „Hashimoto, Autoimmunerkrankungen und Vitamin D: Wie das „Sonnenvitamin“ Ihr Immunsystem beeinflusst„.

Hashimoto: Ursachen sind individuell – die Behandlung muss es ebenso sein

Neben Darm und Ernährung können noch zahlreiche weitere Faktoren prinzipiell an Hashimoto beteiligt sein. „Heiße Kandidaten“ sind etwa Stress und Traumata, Umweltgifte, chronische Infektionen oder Entzündungsherde im Körper. Eine übermäßige Belastung mit Schwermetallen zum Beispiel schädigt Darmschleimhaut und Darmflora.

Wichtig für Sie zu wissen ist: Bei Hashimoto sind viele Ursachen schon wirksam, bevor Sie offensichtliche Symptome bemerken. Der Körper kann „Störfaktoren“ oft lange Zeit kompensieren, Sie fühlen sich kerngesund. Doch genauso wie ein Gewässer plötzlich kippen kann, in das man laufend Abwässer einleitet, wird auch der Mensch eines Tages krank, wenn der berühmt-berüchtigte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt. Die Biologische Medizin geht Hashimoto ganzheitlich an. Bei der natürlichen Hashimoto-Therapie werden sowohl die Ursachen als auch die körperlichen Folgen behandelt. Mehrere biologische Therapiemethoden werden dabei für Sie individuell kombiniert. Im Fokus der Hashimoto-Behandlung stehen Mikrobiologische Therapie (Darmsanierung), Orthomolekulare Therapie (Therapie mit Mikronährstoffen), Ernährungstherapie und Entgiftung.

Unser Rat: Suchen Sie sich einen erfahrenen biologischen Therapeuten, der gemeinsam mit Ihnen nach Ihrer individuellen Hashimoto Ursache – bzw. den Ursachen – fahndet. Nur so ist es möglich, Ihr Immunsystem dauerhaft in die Balance zu bringen.

Expertenwissen zum Thema

Einführung in die Biologische Medizin

Katharina Eirich hat Diplom-Biologie studiert und ein medizinisches Aufbaustudium absolviert. Als Fachhumangenetikerin besitzt sie fundamentales biochemisches, medizinisches und genetisches Wissen und hat mehrjährige Expertise im Bereich der humanen genetischen Labor-Diagnostik. Katharina brennt dafür, die Mechanismen chronischer Erkrankungen für Laien simpel und nachvollziehbar aufzuarbeiten.




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andrino möchte chronisch kranken Menschen auf ihrem Weg zu einer höheren Lebensqualität helfen. andrino ist Ausdruck der gemeinsamen Vision, chronischen Krankheiten wirkungsvoll zu begegnen - gemeinnützig, unabhängig und nicht Profit orientiert.

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